Challenge Nachhaltigkeit

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Mit welchen Schwierigkeiten und Interessenkonflikten die Logistikbranche zu kämpfen hat, um Umweltorientierung und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen.

Die Logistik ist die drittgrößte Branche Deutschlands und damit nicht nur ein riesiger Wirtschaftszweig, sondern auch eine Wissenschaft für sich. Lagerung, Kommissionierung, Sortierung, Verpackung, Verteilung – neben dem eigentlichen Transport alles Teilaspekte, die koordiniert werden wollen und effizient ineinandergreifen müssen. Eine große Herausforderung. On top gesellt sich ein Thema hinzu, dem sich auch die Logistik nicht verschließen kann: Nachhaltigkeit. Umweltorientiert arbeiten, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Kein leichtes Unterfangen.

So sieht es auch Dr. Falk von Seck, der sich in seiner Professur dem Thema „Nachhaltige Logistik und Transportmanagement“ gewidmet hat und zukünftig „Seefahrt und Logistik“ am Studienort Elsfleth lehrt. Seiner Meinung nach ist das Konzept der Nachhaltigkeit in der Logistik-Wirtschaft zwar nicht unbekannt, jedoch unterschiedlich stark entwickelt. So sieht er die Herangehensweisen in einigen Bereichen schon sehr weit fortgeschritten und dies werde sich in den kommenden Jahren auch weiter verstärken. Zum Beispiel werde die Nutzung emissionsarmer Treibstoffe in der Handelsschifffahrt erhebliche Umwälzungen mit sich bringen – sowohl im Umweltbereich als auch im Hinblick auf Kosten und Wirtschaftlichkeit der Reedereien. Am Herzen liegt von Seck vor allem das Projekt „Green Shipping“ Niedersachsen.

Green Shipping: Strengere Umweltvorschriften für die Schifffahrt

Dieses Projekt „Green Shipping“ stellt wiederum die internationale Schifffahrt gleichzeitig auch vor eine ihrer größten Herausforderungen. Wegen verschärfter Umweltvorschriften wird sich die Schifffahrtsindustrie erheblich umstellen müssen. Für mehr Umweltschutz werden Abgasreiniger, Filter und schwefelarmen Treibstoff benötigt. Und die Zeit drängt. Nach den neuen Gesetzen für Schwefelausstoß dürfen Frachter ab dem 1. Januar 2020 auf hoher See nur noch Treibstoff mit einem Schwefelgehalt von 0,5 Prozent statt den bisherigen 3,5 Prozent verbrennen oder müssen alternativ die Abgase vom Schwefel reinigen. Die Reedereien der internationalen Schifffahrtsindustrie rechnen für die Umsetzung mit Investitionen und Betriebskosten von mehr als 215 Milliarden Euro:

Quelle: https://www.verkehrsrundschau.de/nachrichten/strengere-umweltvorschriften-schifffahrtsindustrie-unter-zeitdruck-2209515.html

Elektro-LKW: Die ersten Feldversuche

Bereits ein Jahr zuvor wird in Deutschland die Frage beantwortet, ob Elektro-LKW eine Alternative zu ihren weniger umweltfreundlichen Kollegen bieten. In einem Feldversuch auf drei Strecken, der 2019 beginnt, müssen die Lastwagen den Realitätstest bestehen. Die erste deutsche Teststrecke für E-Lastwagen mit Oberleitung wird es dann für fünf Kilometer je Richtung an der A5 zwischen Darmstadt und Frankfurt geben. 230 Masten für Lastwagen mit Stromabnehmer stehen auf der Strecke schon bereit. Das System erlaubt den Einsatz unterschiedlicher Antriebskonzepte. Der Feldversuch soll dazu beitragen, die Klimaschutzziele der Bundesrepublik zu erreichen. Zudem erhofft man sich weniger Lärm. Das Bundesumweltministerium fördert die Feldversuche mit insgesamt 45,3 Millionen Euro:

Quelle: https://www.sueddeutsche.de/auto/elektrifizierte-lkw-die-kraft-kommt-aus-der-oberleitung-1.4067896

Daimler beteiligt sich ebenfalls an dem Projekt und will bis 2020 eine rein batteriebetriebene Sattelzugmaschine mit einer Reichweite von bis zu 200 Kilometern entwickeln. Diese soll dann den Vergleich mit den Oberleitungs-LKW antreten:

Quelle: https://www.logistik-watchblog.de/unternehmen/1523-oberleitungs-lkw-daimler-ehighway-pilotprojekt-ewaybw.html

Green City Mobility: Bessere Luftqualität für Düsseldorf

Die Luftqualität verbessern möchte auch die Stadt Düsseldorf und hat dafür den Masterplan „Green City Mobility“ ins Leben gerufen. Der Masterplan beinhaltet kurzfristige Maßnahmen, um die NO2- und die NOx-Belastung im Innenstadtgebiet zu reduzieren. Interessant für die Logistik: Zwar beträgt der Anteil von Lieferwagen und LKW am Kfz-Aufkommen nur rund 8 Prozent, insgesamt zeigen die Lieferwagen aber eine wachsende Bedeutung. 2017 waren in Düsseldorf 15.500 Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zugelassen, knapp 93 Prozent davon sind mit einem Dieselantrieb ausgestattet und der Schadstoffgruppe Euro-5 zugeordnet. Interessant für die Logistik vor allem deshalb, weil sich die Stadt Düsseldorf intensiv mit Alternativen für Fahrverbote für Dieselfahrzeuge auseinandersetzt:

Quelle: https://www.logistra.de/news-nachrichten/nfz-fuhrpark-lagerlogistik-intralogistik/10062/maerkte-amp-trends/city-logistik-wie-duesseldorf-die-luftqualita

Auch andere Städte beschäftigen sich mit logistischen Herausforderungen. Eine Forschungsgruppe der Frankfurt University of Applied Science will Lösungen für Kommunen und Logistiker für den immer weiter wachsenden innerstädtischen Lieferverkehr finden:

Quelle: https://www.eurotransport.de/artikel/neuer-forschungsgruppe-an-der-frankfurt-uas-wissenschafter-tuefteln-an-der-city-logistik-10387575.html

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