Die Uberisierung der Logistik

Wie die digitale Revolution im Transportwesen fortschreitet

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Die Logistik gehört mittlerweile zu den am meisten digitalisierten Industrien. In kaum einer anderen Branche verändert die Digitalisierung die Geschäftsmodelle so radikal wie in der Logistik. Auch durch Uberisierung entstehen neue Lösungsmöglichkeiten:

Der E-Commerce-Boom hat in den vergangenen Jahren zu einer weltweiten Modernisierung der Logistikbranche geführt, deren Potential weiter enorm bleibt. Nach Automobilwirtschaft und Handel ist die Logistik der bedeutendste Wirtschaftsbereich in Deutschland. Technologie und Digitalisierung sind auch hier die großen Treiber. Der europäische Markt ist nach China und den USA der weltweit drittgrößte für LKW-Transporte. Rund 400 Milliarden US-Dollar beträgt das Volumen des Marktplatzes. Für rund ein Fünftel des Marktes steht Deutschland und nimmt damit als Europas größte Volkswirtschaft eine zentrale Rolle im europäischen Straßengüterverkehr ein. Im Unterschied zu Nordamerika, wo viele LKW-Fahrer auf eigene Rechnung arbeiten, ist der EU-Markt von Mittelständlern mit eigenen LKW-Flotten geprägt.

Mit dem boomenden Online-Handel wächst nicht nur der Markt, sondern es steigen auch die Erwartungen der Kunden. Auslieferung innerhalb 24 Stunden mit individuellem Lieferzeitpunkt gehört bereits zum Standard. Die Ansprüche der Kunden und der hohe Preisdruck machen immer effizientere Prozesse nötig – den Unternehmen bleibt gar nichts anderes übrig, als ihre digitale Transformation weiter anzutreiben. Unter Druck steht besonders die sogenannte „letzte Meile“. Bis zu 30 Prozent des Verkehrs und 30 Prozent der Logistikkosten macht die letzte Liefermeile aus. Sie ist ein strategisch wichtiger und unverzichtbarer Posten. Mehr als drei Milliarden Sendungen in einem Jahr zählten die KEP-Dienstleister 2016 in Deutschland erstmalig. Um bei der Auslieferung eine höhere Effizienz und Geschwindigkeit zu erreichen, teilen sich auftraggebende Unternehmen zunehmend den Transport ihrer Güter und Waren. Die sogenannte Uberisierung bietet der Logistik dabei ganz neue Lösungsmöglichkeiten an.

Als Uberisierung wird gerne die fortschreitende Digitalisierung und die Wettbewerbszunahme der deutschen Logistik in Gänze bezeichnet. Gemeint ist damit vor allem die zunehmende Plattformisierung von Frachtvermittlung. Das Modell Uberisierung ist beliebt. Auch bei Uber selbst. Der US-Fahrdienstvermittler steigt aktuell in den deutschen LKW-Güterverkehr ein. Mittels Logistik-App will Uber Freight Transportdienstleister mit zu liefernder Fracht verbinden und LKWs besser auslasten. Nachdem Uber Freight in den USA bereits seit 2017 auf dem Markt ist und im Frühjahr 2019 seine Europa-Expansion in den Niederlanden begonnen hat, gibt es die App nun auch in Deutschland. Welche Strategie Uber mit der Plattform verfolgt und wie groß die Chancen sind, hierzulande Fuß zu fassen, bleibt abzuwarten. Schließlich ist Uber nicht das erste Unternehmen, welches in Europa mittels Frachtvermittlungs-Plattform Transporteure und Auftraggeber zusammenbringen und Leerfahrten verringern will. Auch bei Pamyra werden unter Mithilfe von Algorithmen Transportangebot und Transportanfrage auf einer Plattform zusammengebracht. Das Konzept überführte ein Geschäftsmodell, das seit Jahrzehnten unverändert geblieben war, schlagartig in das digitale Zeitalter. Das Leipziger Logistik-StartUp wurde 2016 gegründet und ging 2017 online. In 2018 wurde die unabhängige Vergleichs- und Buchungsplattform Pamyra mit dem Digital Logistics Award ausgezeichnet.

Das große Potential der sogenannten Uberisierung besteht darin, dass rund ein Viertel der LKW auf deutschen Straßen leer fährt. Grund dafür ist zum einen die starke Fragmentierung des Straßengüterverkehrs und auch der immer noch traditionelle Einsatz von Maklerfirmen. Digitale Plattformen bieten die Möglichkeit, Verlader und Transporteure quasi per Knopfdruck zu verbinden. Was den Logistik-Plattformen außerdem entgegenkommt, ist ein Engpass an Fahrern auf dem hiesigen Logistikmarkt. Laut Statistik des Kraftfahrt-Bundesamtes fehlen jährlich rund 40.000 Fahrer, da deutlich mehr Fahrer in Rente gehen, als neue nachkommen. Dennoch sind viele LKW auf Europas Straßen ohne Fracht unterwegs, da Transporteure und potentielle Kunden nicht zusammenfinden. Über Vergleichsplattformen wie der von Pamyra können Logistiker ihre Fahrten einstellen und von potentiellen Kunden gefunden werden. Die großen Vorteilen für die Transporteure liegen in den niedrigeren operativen Kosten, in den höheren Erträgen aufgrund geringerer Provisionszahlungen an die Vermittler und in der deutlich verbesserte Auslastung der Kapazitäten. Da LKW-Fahrer Waren unterschiedlicher Kunden, die im ähnlichen Gebiet liefern, transportieren können, wird der Prozess effizienter.

Transportunternehmen wünschen sich digitale Zusammenarbeit

Zu diesem Ergebnis kommt der Report „Kapazitäten, Preise & Technologien: Erhebung über den europäischen Straßengüterverkehr 2019“, den Transporeon als Befragung zur Markteinschätzung und Geschäftsentwicklung im Mai diesen Jahres unter mehr als 1000 europäischen Transportunternehmen durchgeführt hat. Die Digitalisierung der logistischen Prozesse wird dabei von einer deutlichen Mehrheit begrüßt. 77 Prozent der Spediteure gehen von einer Verbesserung der eigenen Geschäftssituation mit fortschreitender Digitalisierung aus – ein Plus im Vergleich zum Vorjahr von zehn Prozent. 62 Prozent sind der Meinung, dass onlinebasierte Prozesse die Zusammenarbeit mit den verladenden Unternehmen optimieren. 50 Prozent erwarten eine Automatisierung der Zahlungsabwicklung. 35 Prozent der Befragten sehen End-to-End-Visibility, also das Tracking und Tracing von Transporten als besonders wichtigen digitalen Service an. Den Spediteuren ist bewusst, dass die Plattformen den Wettbewerb verstärken. Gleichzeitig bestätigen sie die großen Vorteile der Lösungen, z.B. bei der Vernetzung mit möglichen neuen Auftraggebern. Die Hälfte der Logistiker stimmt der Aussage zu, dass Plattformen die Angebotsabgabe einfacher und effizienter machen:

transporeon.com

Pamyra: Wertvoller Partner statt Schreckgespenst

“Man kann sagen, man macht es alleine und profitiert davon, dass andere zaudern – das ist zum Beispiel der Weg einer Online-Spedition. Unser Ansatz ist: Wir übernehmen diesen digitalen Teil und liefern einen sehr guten und immer besser werdenden Prozess sowie eine wachsende Plattform, ohne das Geschäftsmodell unserer Speditionspartner zu bedrohen, da wir selbst nur Vermittler, kein Spediteur sind. Die [Speditionen] haben gemerkt, wir sind nicht das Schreckgespenst, sondern ein wertvoller Partner für ihr zukünftiges Geschäft. Inzwischen ist jedem klar, dass sich das Speditionswesen ganz drastisch ändern wird in den nächsten Jahren”, sagt Pamyra-CFO Dr. Lasse Landt im Interview mit OnlinehaendlerNews:

onlinehaendler-news.de

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