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Digitalisierung als Weg aus der Krise

Corona-Pandemie forciert Wechsel ins Netz

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Die Coronavirus-Krise hat auch die Logistik fest im Griff und viele Unternehmen der Branche hart getroffen. Nachdem die Messe-Saison bereits weitgehend ausfiel, haben sich einige Veranstalter nun frühzeitig dazu entschieden, ihre Events komplett digital anzubieten. Damit soll in diesen turbulenten Zeiten Planungssicherheit gegeben und der wirtschaftlichen Krise zum Trotz ein Raum für Wissens- und Erfahrungsaustausch geboten werden. Auch andernorts sieht man in “Mehr Digital” den Weg aus der Krise:

Seit gut 39 Jahren ist der Zukunftskongress Logistik ein Treffpunkt für führende Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft, die sich in Dortmund zur Zukunft der Logistik auszutauschen. In diesem Jahr soll die Veranstaltung erstmals digital stattfinden. Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML und Digital Hub Logistics, welche das Event abhalten, wollen damit Planungssicherheit verschaffen. Der diesjährige Kongress steht unter dem Motto „Von der Revolution zur Transformation – Mit Künstlicher Intelligenz in die Silicon Economy“. Im Mittelpunkt wird der Übergang der Wirtschaft in eine digitale Plattform-Ökonomie stehen. Es soll neben KI und ihrem rechtlichen Rahmen unter anderem auch um Machine Learning und autonomes Fahren gehen. Der Kongress findet vom 15. bis 16. September 2020 statt. Die Teilnahme am Kongress wird für die registrierten Teilnehmer in diesem Jahr kostenlos sein.

Auch das 55. Symposium Einkauf und Logistik wird diesjährig zum ersten Mal als virtueller Kongress stattfinden. Das Branchentreffen des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) steht unter dem Motto #gipfelstürmer. Nach dieser Devise wird dann von 11. bis 13. November über die Megatrends in Einkauf, Logistik & Supply Chain Management diskutiert werden. Themenschwerpunkte und zentrale Fragestellungen des Kongresses sind „Navigating 2020: Welche Learnings nehmen wir für die Anpassung unserer Strategien in 2021 mit?“, „Marktentwicklungen: Welche Prognosen erwarten wir für Wirtschaft, Geopolitik und Beschaffungsmärkte?“, „Einkauf & Supply Chain Management: Wie verändern sich globale Lieferketten?“, „Leadership & Innovation: Wie begegnen wir Disruption, Komplexität und Unsicherheit“, „Was sind zukunftsfähige Sourcing-Strategien?” sowie die Frage „Vision 2025+: Wie passen führende Unternehmen und CPOs ihre Strategien für die Zukunft an?“.

Auch die Themenbereiche “Personal” und “Qualifizierung” bleiben in der Krise aktuell. Und gerade die Logistik zeigt ja, wie wichtig funktionierende Lieferketten in diesen Tagen für die Versorgung sind. Dafür braucht es qualifiziertes Personal und Fachkräfte. Wie Arbeitgeber derzeit Mitarbeiter finden und auch binden können, zeigt das Logistik Netzwerk Thüringen in Kooperation mit der Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung sowie der TÜV Rheinland Akademie GmbH beim 1. virtuellen Netzwerktreffen am 9. Juni. Das virtuelle Netzwerktreffen bringt Experten zusammen und lädt Interessierte zum Austausch ein. Nach der Einführung werden Workshops zum einen zum Thema „Fachkräfte finden und binden – Recruiting durch Qualifizierung und internationale Fachkräftesicherung in der Lagerlogistik“ und zum anderen zum Thema „Arbeitgeberattraktivität und Recruiting – zwei Seiten einer Medaille“ gehalten.

Digitalisierung ist auch der Ansatz des Projekts Häfen NRW 4.0, das nun Halbzeit hat. Dabei arbeiten die am Projekt teilnehmenden Häfen an einer digitalen Datenplattform. Konkret geht es um die digitale Vernetzung der Binnenhäfen in Nordrhein-Westfalen. Die 8 Projektpartner haben in der Krise die Grundlagen für eine cloudbasierte Plattform gelegt, mit deren Hilfe sie sich zukünftig weiter vernetzen, ihre Effizienz und Flexibilität stärken und damit einen noch wichtigeren Beitrag für die Logistikprozesse in Deutschland leisten wollen. Die Binnenhäfen spielen für die logistischen Prozesse eine wichtige Rolle, denn einige Waren gelangen von den See- über die Binnenhäfen zu den Kunden. Da der Transport über Wasserwege deutlich emissionsärmer und klimafreundlicher ist als über die Straße, werden die Binnenhäfen in der Logistik zukünftig wohl noch wichtiger werden – so die Aussagen der teilnehmenden Partner.

Wie wichtig Netzwerke und digitale Kommunikation sind, hat auch die DHL erkannt und sich im Trendreport „Next-Generation Wireless in Logistics“ umfassend mit der Zukunft drahtloser Kommunikationstechnologie in der Logistik beschäftigt. Digitale Prozesse gewannen in der notwendig gewordenen menschlichen Distanz mehr an Bedeutung. Nicht erst seit der Krise sind drahtlose Technologien für die Logistik relevant, künftig werden sie demnach aber noch wichtiger – so das Ergebnis des DHL-Trendreports, in dem das komplette Spektrum neuer und aufkommender Technologien sowie deren Bedeutung für die Logistik untersucht wurde. In einer kürzlich durchgeführte DHL-Umfrage unter 800 Supply-Chain-Managern bewerteten 60 Prozent die Transparenz der eigenen Lieferketten als aktuell unzureichend. Dato könnten nicht alle Daten zum Transport oder zum Lagerstand optimal erfasst und analysiert werden. Auch fehlen zentrale Plattformen, die Entwicklungen im Bereich IoT vorantreiben könnten.

In der Transport- und Logistikbranche ist zudem aus politischer Sicht derzeit einiges los. Das von der Bundesregierung beschlossene Konjunkturpaket für 2020 und 2021, welches einen Umfang von 130 Milliarden Euro hat, enthält unter anderem eine Mehrwertsteuersenkung, Kaufprämien für LKW, weitere Überbrückungshilfen für notleidende Unternehmen sowie ein Zukunftsprogramm und Investitionen für den Bereich Digitalisierung. Auch Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte sich im Vorfeld für eine Förderung von Bahnverkehr, Straßenbau und digitaler Infrastruktur stark gemacht. Die Logistik-Verbände AMÖ, BGL, BWVL hatten vom Staat ein Konjunkturprogramm gefordert, mit welchem allen voran mittelständisch geprägte deutsche Transport- und Logistikwirtschaft in der Krise unterstützt werden sollen. In einem gemeinsamen Positionspapier machten die Verbände Vorschläge zu Steuern, Abgaben und Förderprogrammen, mit denen der Staat den Unternehmen unter die Arme greifen soll. Die Förderung der Digitalisierung in Unternehmen und Fahrzeugen ist auch hier ein Bestandteil.

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