Pamyra

Lebkuchen, Lichterketten & Paket-Fluten

Der Krise zum Trotz steigen die Umsätze zu Weihnachten im Online-Handel weiter an. Weihnachten 2021 sorgt wieder für einen Pakete-Boom und neue Mengen-Rekorde bei den Paketdienstleistern. Die Boten haben also für Weihnachten wieder alle Hände voll zu tun. Weihnachten ist Ausnahmezeit für die Logistik. Alles, was verkauft wird, muss pünktlich bis zum 24ten zugestellt sein. Wie die Logistik die Weihnachtszeit meistert:

Weihnachten: Das ist der Tag, auf den alle schauen. Der eine Tag, auf den es ankommt. Der Tag, an dem Spitzenleistungen zu erbringen sind. Wie im Sport die Olympischen Spiele oder eine WM, so ist für die Logistik Weihnachten dieses eine Event. Einmal in jedem Jahr – und damit öfters als in den meisten Sportarten. Bis zum Stichtag muss alles erledigt sein. Wenn alles geschafft ist und die Feste gefeiert werden, läuft es ähnlich wie im Sport: Kaum einem fällt auf, wieviel Arbeit hinter den erbrachten Spitzenleistungen steckt. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen, was die Transport- und Logistikbranche fürs Weihnachtsfest leistet.

Weihnachten ist sowohl für Versender, Händler als auch Versanddienstleister gleichermaßen Hochsaison. Mit dem Black Friday Sale, dem Shopping-Event am vierten und letzten Freitag im November, beginnt der Weihnachtstrubel. Und damit das umsatzstärkste, arbeitsreichste Quartal des Jahres. Einher geht ein Arbeitsaufkommen, für das allen voran die Logistik gut gerüstet sein sollte. Denn Weihnachten bedeutet für die Branche vor allem eines: Stress pur!

Wie mittlerweile eigentlich jedes Jahr, wurden auch für dieses Jahr zu Weihnachten wieder Paket-Fluten, Rekordumsätze und ein bisher nie dagewesenes Sendungsvolumen erwartet. Wie in den vergangenen Jahren auch, hatten sich die Händler und Paketdienste also auch in dem Jahr wieder auf ein sehr starkes Weihnachtsgeschäft einzustellen. Der Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK) rechnete für November und Dezember vorab ebenfalls mit neuen Rekordzahlen. Im vergangenen Jahr wurden in der Peak-Saison rund 775 Millionen Pakete abgewickelt, 2021 kommen wohl nochmal rund drei Prozent darauf. Demnach wurden insgesamt 790 Millionen Pakete erwartet. Neben den ganzen Sendungen von Unternehmen an Endkunden, umfasst das auch den B2B-Bereich und Paketsendungen von Privatkunden untereinander. Bis zu 22 Millionen Sendungen werden pro Tag befördert. Insgesamt werden private Haushalte 445 Millionen Pakete erhalten – etwa zehn Millionen mehr als im Vorjahr, laut BIEK. Im Schnitt werden somit täglich 9 Millionen Pakete an Privathaushalte versendet.

Die Paketdienste haben sich auf das höhere Mengenvolumen eingestellt und ihre Personal-, Transport- und Sortier-Kapazitäten aufgestockt. Dem BIEK zufolge haben die Unternehmen etwa 30.000 zusätzliche Arbeitskräfte sowie rund 25.000 zusätzliche Fahrzeuge im Einsatz. 

Alles enorme Dimensionen, die auch in der Organisation große Herausforderung bedeuten. Rund 25 Prozent seiner Umsätze verzeichnet der Handel in den letzten beiden Monaten des Jahres. Viele Dienstleister steigern ihre Durchläufe vor Weihnachten deshalb um bis zu 40 Prozent. Vom Weihnachtsgeschäft hängt die Jahresbilanz ab. Um alle Aufträge bestmöglich ausführen zu können, ist ein reibungsloser Austausch aller Beteiligten Grundvoraussetzung.

Eigentlich geht Weihnachten für die Logistik ja sogar schon viel früher los. Ende September baut sich die Weihnachtsstimmung so langsam auf. Dann kommen die Lebkuchen als erster Vorbote in die Supermärkte. Rund 190 Millionen Euro geben die Deutschen in den Monaten vor Weihnachten für Lebkuchen aus, hat das Marktforschungsinstitut Nielsen ermittelt. Zu großen Teilen aus China kommt der ganze Weihnachtsschmuck, mit dem sich die Straßen und Häuser für die Festtage schmücken. Laut Statistischem Bundesamt sind es fast 30.000 Tonnen Weihnachtsdekoration, Lichterketten und Christbaumschmuck, die den Weg hierher finden – und eine lange Reise zurücklegen, bevor sie Weihnachtsbäume und Kinderaugen zum Funkeln bringen. Eine enorme Logistikleistung, die auch hier hinter den Dingen steckt. 

Was wäre ein Weihnachtsfest ohne Lebkuchen, Plätzchen, Lichterketten und all den ganzen Geschenken? Sicherlich nicht das Gleiche. Wenn zum heiligen Abend die fröhlichen Runden zusammensitzen, das Essen schmeckt und die Geschenke Freude bereiten, dann ist dieser Tag gelungen, weil zuvor viele Menschen einen wertvollen Beitrag geleistet haben. Wenn die Logistik nicht so „gut abliefern würde“, wie es im Sport heißt. In dem Sinne: Ein frohes Fest!

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