Logistik 2019

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Logistik 2019 - der nächste Akt

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Prognosen und Aussichten für das neue Jahr

Rekordzahlen zum Jahresende, geringe Erwartungshaltung für 2019. „Konjunkturell sind die besten Zeiten vorbei“, sagt der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie. „Am Horizont Gewitterwolken, die relativ nah sind.“, sieht der Arbeitgeberpräsident. Vor uns die Sintflut? Die Aussichten für das Logistikjahr 2019:

Herzlich Willkommen im Jahr 2019! 2018 ist vorbei und gehört bereits der Vergangenheit an. Kräftezehrend war es zum Ende hin noch einmal, ist das Weihnachtsgeschäft doch für viele Händler die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Mehr als 16 Millionen Menschen in Deutschland, sprich jeder Fünfte, kaufen ihre Weihnachtsgeschenke mittlerweile online und stellten die betroffenen Akteure somit vor große Herausforderungen. Über 11 Millionen Paketsendungen täglich haben die Logistiker und Online-Shops an den Tagen vor Weihnachten zugestellt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung um 10 Prozent. Damit hat der Handel in Deutschland im Weihnachtsgeschäft 2018 erstmals mehr als 100 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Das ist in etwa das Doppelte der jährlichen Wirtschaftsleistung Kroatiens.

Für 2019 muss sich die deutsche Wirtschaft aber wohl auf einen Rückgang der Zahlen einstellen, denn laut Wirtschaftsprognosen kühlt sich die Konjunktur in Deutschland ab. Das Ifo-Institut hat seine Prognose für 2019 entsprechend auf nunmehr 1,1 Prozent nach unten korrigiert. Zuletzt ging man noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland um 1,9 Prozent aus. Vor allem politische Unwägbarkeiten, Handelskonflikte, der Haushaltsstreit zwischen der EU und Italien sowie der unklare Ausstieg Großbritanniens aus der EU sorgen für Unsicherheit. Auch hat sich die Nachfrage nach deutschen Produkten auf den wichtigen Absatzmärkten im Laufe des vergangenen Jahres verringert. Sorgen, dass es zu einem nachhaltigen Schaden für die deutsche Wirtschaft kommt, muss man sich aber wohl nicht machen. „Nach wie vor sind die Betriebe ausgelastet und die Auftragsbücher voll. Aber wir beobachten eine gewisse Normalisierung.“, so Marcus Kirschner, Geschäftsführer des Bundesverbands Holzpackmittel, Paletten und Exportverpackungen. Die Hersteller von Paletten und Transportverpackungen gelten gemeinhin als ein zuverlässiger Indikator für Wirtschaftsprognosen. Claus Michelsen, DIW-Konjunkturchef, bläst in ein ähnliches Horn: “Der Aufwärtstrend wird sich fortsetzen, wenn auch auf einem schwächeren Niveau.”

Eine Prognose speziell für das Logistikjahr 2019 haben im vergangenen November die Logistikweisen aufgestellt. Der Kreis aus Experten verschiedenster Branchen und Bereiche, deren Grundidee es ist, „Wissenschaft und Wirtschaft, Logistikdienstleister und verladende Unternehmen, Berater und Lieferanten zusammenzubringen, um miteinander voneinander zu lernen.“, erwartet demnach für 2019 ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 1,9 Prozent. Für die Entwicklung der Logistik in 2019 haben die Logistikweisen folgende 10 Thesen aufgestellt:

  • Personal und Kompetenzmangel sind Investitionstreiber und Chancenverhinderer
    Durch steigenden Managementaufwand für das operative Geschäft (Kapazitäts-, Personal- und Kompetenzengpässe) bleibt weniger Freiraum für Innovationen, was tendenziell zu einer Abnahme der Innovationskraft führt.
  • Politische Rahmenbedingungen und wirtschaftliche Unsicherheiten hemmen Investitionen
    Politische Unsicherheiten (Handelskonflikte, Brexit, Wandel in der Automobilindustrie) binden weitere Managementkapazitäten, was ebenso die Auseinandersetzung mit der Modernisierung insbesondere im Bereich Digitalisierung behindert.
  • Logistik steht im Stau
    Notwendige Sanierungen und Erneuerungen führen zu zahlreichen Baustellen mit langer Laufzeit. Die Überbeanspruchung der Infrastruktur führt zu Effizienzverlusten, höherem Zeitaufwand und steigenden Kosten in der Logistik.
  • Urbane Logistik wird neu gedacht
    Die innerstädtischen Wirtschaftsverkehre wachsen weiterhin stark. Ebenso die Umweltsensibilität. Die Tendenz geht dahin, dass mehr Verkehr auf weniger Flächen und umweltverträglicher abgewickelt wird.
  • Starke Marke zieht starke Mitarbeiter an
    Der Imagewandel wird weiter voranschreiten und die Logistik als interessanter Arbeitgeber gesehen. Effekte im Bereich Personal werden bereits zu spürbar sein.
  • Fahrermangel besteht besonders im Nahverkehr
    Mangel und Fluktuation beim Personal im Nahverkehr werden weiter anhalten, da sich weder Image noch die Bezahlung in diesem Segment maßgeblich ändern werden.
  • Frachtraum wird teurer
    Steigende Preise sind nicht nur aufgrund zu erwartender Mehrausgaben für Haltung und Gewinnung von Fachkräften zu erwarten, sondern auch durch die Steigerung von externen Kosten wie Maut und Treibstoff. Effizienzpotentiale bleiben ungenutzt, weil sich die Beteiligten nicht ausreichend abstimmen, um Peaks zu reduzieren.
  • IT treibt Geschäftsmodel
    IT wird als Schlüsselressource für ein besseres Kapazitätsmanagement gesehen, mit der Effizienzpotentiale gehoben und Zusatzumsätze generiert werden können.
  • Der Wirtschaftskonflikt zwischen den USA und China setzt sich mit wenig Auswirkungen für Deutschland fort
    Für die meisten deutschen Unternehmen sind keine negativen Effekte zu erwarten, gegebenenfalls können sogar Chancen resultieren, den Handel mit China zu stärken.
  • Kapazitätsengpässe bremsen bzw. limitieren deutschen Außenhandel
    Durch die Kapazitätsengpässe entsteht ein Innovationsdruck, um weiterhin hohe Wachstumsraten zu generieren. Höheres Wachstum wäre bei besserer Planung und Vergrößerung der Kapazitäten (Frachtraum, Personal, Infrastruktur, etc.) möglich.

Die Erläuterungen der Thesen und die möglichen Auswirkungen dieser Vorhersagen können in der Zusammenfassung der Ergebnisse des Gipfeltreffens nachgelesen werden:

www.logistikweisen.de

Themen, welche die Logistik im Jahr 2019 maßgeblich beeinflussen, werden wohl allen voran Globalisierung, Digitalisierung, demographischer Wandel und Nachhaltigkeit sein. Ebenfalls hohe Relevanz werden außerdem weiterhin Fachkräftemangel, die Produktivitätssteigerung auf der letzten Meile sowie die Entwicklungen im internationalen Handelsgeschehen haben.

Unzuverlässige Paketzustellung: Deutschland rutscht im E-Commerce-Index ab

Nach Rang neun in 2017, ist aktuell keine Top-Ten-Platzierung mehr drin. Aufgrund unzuverlässiger Paketzustellungen rutscht Deutschland im E-Commerce-Index auf den 16. Rang ab. Der Index stellt einen Indikator für die Attraktivität von Online-Shopping in den 151 Ländern dieser Welt dar. Neben dem Anteil der Internetnutzer und der Anzahl der sicheren Server fließt auch die Zuverlässigkeit bei der Paketzustellung in das Ranking mit ein. Hier konnte Deutschland zuletzt nicht überzeugen, zu viele Pakete kamen nicht an:

www.logistik-watchblog.de

Starke Preiserhöhungen in der Logistik-Branche in 2019

Aufgrund der Ausweitung der Mautsätze haben viele Logistik-Unternehmen Preiserhöhungen auch für 2019 angekündigt. Der Lebensmittellogistiker Nagel Group wird die Preise um 6 Prozent anheben, DHL Express will für Händler um mindestens 4,9 Prozent erhöhen. Die Logistikgruppe trans-o-flex Express hat eine Preiserhöhung von 5,5 Prozent angekündigt. „Die Maut ist für unser Gewerbe wie eine Steuer. Wir werden sie eins zu eins an unsere Kunden weitergeben“, so Mathias Krage, Transportunternehmer und Präsident des DSLV:

www.openpr.de

Deutschland und Österreich: Höhere LKW-Maut seit 1. Januar 2019

Während in Italien die Mautsätze stabil bleiben, kam es in Deutschland und Österreich mit Jahreswechsel zu Maut-Erhöhungen. In Österreich stieg die LKW-Maut inflationsbedingt um 2,2 Prozent. Euro-6-Fahrzeuge werden weiterhin begünstigt und sind mit einem Bonus unterwegs, der sich auf 1,7 Prozent beläuft. Auf deutschen Autobahnen und Bundesstraßen verteuert sich die Maut für LKW mit Euronorm 6 auf 18,7 Cent pro gefahrenen Kilometer. Für Elektro-LKW müssen die Spediteure seit dem 1. Januar keine Maut mehr bezahlen. In Frankreich wird das Fahren für alle teurer. Ab dem 1. Februar steigen die Mautsätze auf den Autobahnen je nach Betreibergesellschaft um bis zu 4 Prozent.

Italien: LKW-Fahrverbote an 75 Sonn- und Feiertagen in 2019

75 Sonn- und Feiertage sowie einige zusätzliche Tage wurden vom Verkehrsministerium in Italien als verkehrskritisch bewertet und als Termine aufgenommen, an denen LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen und mehr nicht in Italien verkehren dürfen:

www.verkehrsrundschau.de

Pamyra: Voller Elan ins Jahr 2019

Mit vollem Elan startet Pamyra ins neue Jahr. Zuvor muss jedoch noch einmal ein kurzer Rückblick gemacht werden. Im November 2018 konnte in einer Seed-Finanzierungsrunde nämlich ein siebenstelliger Betrag eingefahren werden:

www.spotfolio.de

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