Mobilität von morgen

Wie die Verkehrswende realisiert werden kann

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Viele Menschen wären gerne klimafreundlicher unterwegs, schaffen es bis dato aber nicht. Getreu dem Motto: Verkehrswende – ja gern, aber wie? Eine klare Antwort gibt es darauf bislang auch nicht. Klar ist nur, dass ein Umdenken stattfinden muss, damit die Verkehrswende zukunftsfähig und nachhaltig gelingt. Auch die Logistik steht hier vor großen Herausforderungen. Realisierungsmöglichkeiten der Verkehrswende:

Die Logistik ist eine der tragenden Säulen der deutschen Wirtschaft. Laut Bundesvereinigung Logistik (BVL) haben in 2019 in der Logistikbranche circa drei Millionen Beschäftigte rund 279 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Trotz der immensen Bedeutung ist die Logistik in den letzten Jahren zunehmend in Verruf geraten. Züge, Flugzeuge und LKW verbrauchen zu viele Ressourcen. Auch Verkehrslärm und Luftverschmutzung zählen zu den Argumenten, die für die Logistik schlechtes Image bedeuten. Generell ist es bislang nicht gelungen, die Branche mit Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen. Klimawandel, Digitalisierung, Hyperkonsum, drohende Dieselfahrverbote und ein steigendes Mobilitätsbedürfnis stellen Mobilitätsanbieter, Verkehrsbetriebe, Stadt- wie Verkehrsplaner und die Logistiker vor große Herausforderungen.

Welche unterschiedliche Ansätze zur Realisierung der Verkehrswende gibt es? Wie können bestehende Mobilitätskonzepte optimiert werden? Welche alternativen Antriebe und Konzepte haben in der Logistik die besten Zukunftschancen? Fragen, die sich derzeit wohl recht viele Transportunternehmer stellen, wenn sie angesichts Klimaziele und drohender CO2-Auflagen über Neuerwerbe im Fuhrpark nachdenken. Klare Antworten gibt es darauf bisher nicht. Die Bundesregierung will im Straßengüterverkehr zunächst alle potentiellen Technologien fördern.

„Technologieoffen“, so lautet auch die Strategie für die Verkehrswende in Deutschland. Nicht nur die Bundesregierung hat dies zuletzt mehrfach betont, auch Vertreter aus Wirtschaft und Politik sprachen beim 17. Internationalen Fachkongress für erneuerbare Mobilität wiederholt davon. Zwei Tage lang haben Experten in Berlin über die Kraftstoffe der Zukunft diskutiert und auch da lautete das Urteil, dass die Verkehrswende nur mit einem technologieoffenen Ansatz funktionieren kann. Da die Zeit drängt, muss im Kampf gegen den Klimawandel alles genutzt werden, was parat steht. Henning Kagermann, Vorsitzender der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität, sprach sich für Übergangstechnologien wie Erdgas aus. Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung wies auf die im Verkehr zuletzt wieder steigende Emissionskurve hin. Sie empfiehlt daher Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen, eine verpflichtende Quote für Elektrofahrzeuge und CO2-Bepreisung. Aus ihrer Sicht dürfen auch keine Benzin- und Dieselfahrzeuge mehr hergestellt werden. Jörg Adolf, Chefvolkswirt von Shell Deutschland, sieht Potential in der Elektrifizierung von LKW mittels Batterien auf kurzen Strecken und durch Wasserstoff-Brennstoffzellen auf längeren Strecken. Paul Greening von der Europäischen Autoherstellervereinigung (ACEA) rechnet damit, dass Benzin und Diesel als Übergangslösung weiter existieren und man sich zukünftig zwischen Verbrennungsmotor und E-Mobilitäten entscheiden muss. Patrik Klintbom von der Europäischen Technologie-und Innovationsplattform (ETIP) sieht in der Bioenergie die aktuell einzig vernünftige Alternative.

Alles offen also. Jedoch deutet sich an, dass ein Schwerpunkt der politischen Unterstützung auf Wasserstoff liegen wird. Das geht aus einem Entwurf für eine nationale Strategie hervor. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier will die Zukunftstechnologie „grüner“ Wasserstoff in den kommenden Jahren demnach entscheidend vorantreiben. Dem CO2-freien Wasserstoff komme eine „zentrale Rolle“ bei der Energiewende zu, heißt es. Die Voraussetzungen für die Erzeugung und Verwendung sollen verbessert, notwendige Versorgungsstrukturen aufgebaut und Forschung und Innovationen vorangebracht werden. Die deutschen Unternehmen seien weltweit führend bei den Wasserstofftechnologien. „Um diese Potenziale zu heben, werden wir jetzt die Weichen dafür stellen, dass Deutschland bei Wasserstofftechnologien seine globale Vorreiterposition sichert.“ Der Fokus von Wasserstoff-Einsatz liegt im Verkehrssektor.

Österreich: Forderung nach 25,25 Meter langen Lang-LKW für den Klimaschutz

Österreichs Transportunternehmer fordern von der Regierung die Zulassung von 25,25 Meter langen Lang-LKW und außerdem ein Ende der LKW-Verbotskultur. Günther Reder, Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung hat in der Wirtschaftskammer Österreich für die Einführung der Lang-LKW plädiert, da diese zum Klimaschutz beitragen. Zudem sei eine „LKW-Verbotskultur“ in der aktuellen Diskussion um CO2-Reduktion nicht hilfreich, so Reder in Anspielung auf die Fahrverbote in Tirol. Laut Bericht wünscht sich Reder die Zulassung, da der Einsatz die Produktivität heben würde, was angesichts der Kapazitätsgrenzen der Bahn nötig sei. Die neue Regierung hatte sich gegen die Einführung von Lang-Lkw ausgesprochen:
www.verkehrsrundschau.de

UPS: Setzt auf E-Transporter und will mit Strom liefern

Um CO2-Emissionen zu verringern und auf mögliche Fahrverbote für Verbrenner vorbereitet zu sein, nutzt Logistikdienstleister UPS elektrische Transporter. Dabei kommt ein Newcomer zum Zuge. UPS hat 10.000 E-Transporter des britischen Herstellers Arrival geordert, die in den kommenden vier Jahren in die Flotte des Logistikunternehmens integriert werden sollen. Der Paketlieferservice hatte bereits 2018 eine Testflotte mit Arrival-E-Transportern der ersten Generation eingesetzt. Für die Generation 2.0 verspricht der Hersteller Anschaffungskosten auf dem Niveau konventionell angetriebener Diesel-Vans. Die Betriebskosten sollen niedriger als die von Diesel-Vans liegen. Die Aufbauten lassen sich nach Wünschen flexibel gestalten:
www.focus.de

Deutsche Bahn: Rekordinvestitionen zur Verbesserung der Infrastruktur

Die Deutsche Bahn will das Schienennetz in Deutschland verbessern. Rund 1800 Kilometer Gleise sowie mehr als 1900 Weichen sollen erneuert und zudem 160 Brücken modernisiert werden. Dafür will die Bahn im laufenden Jahr rund 12,2 Milliarden Euro in seine Infrastruktur investieren. Es würde sich um die bislang größte Stumme handeln, die bei der Bahn jemals für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung gestanden habe. Der größte Teil dieser Summe stammt aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung, die die Bahn im vergangenen Jahr mit dem Bund geschlossen hat, um die bestehende Infrastruktur wieder zu erneuern:
www.deutschebahn.com

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