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Elektromobilität als mögliche Antwort

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Der Schwerlastverkehr trägt wesentlich zum CO2-Ausstoß auf Europas Straßen bei. Die Hersteller sind wegen hoher Vorgaben unter Druck. Doch v.a. bei schweren LKW ist es schwierig, vom Dieselmotor wegzukommen. Branche und der Verkehrsminister haben allerdings Pläne wie sich LKW in eine klimafreundliche Zukunft steuern lassen:

Feinstaubbelastung und CO2-Ausstoß sind trotz Corona weiterhin großes Thema im Verkehr. Ökologisch nachhaltige Mobilität ist weiter das Ziel. Die Abkehr vom Verbrennungsmotor ist beschlossen. Mögliche Ersatz-Technologien tun sich aber noch schwer. Alternativen wie die Brennstoffzelle oder der Wasserstoffantrieb sind wohl eher Themen für die fernere Zukunft. Trotz der von der Bundesregierung angekündigten Wasserstoff-Offensive und der Förderung der Erforschung und Nutzbarmachung ist hier mit Ergebnissen in nächster Zeit noch nicht zu rechnen. Elektromobilität ist eine potentielle Antwort. Wenn das Problem mit der Reichweite zwar noch nicht gelöst ist und der Ausbau der Ladeinfrastruktur auch noch am Anfang steht.

Doch der Staat will kräftig dabei nachhelfen, wenn es darum geht, die Nutzfahrzeuge in eine klimafreundliche Zukunft zu steuern. So das Kernergebnis des Nutzfahrzeug-Gipfels, der am 11. November zwischen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Vertretern der Auto-, Logistik- und Energiebranche stattgefunden hatte. Scheuer will demnach CO2-arme Antriebe technologieoffen fördern und viele Gelder in die notwendige Infrastruktur stecken. Eine neue Klimakomponente bei der LKW-Maut soll Spritschlucker außerdem künftig schlechter stellen.

Scheuers Ministerium hatte im Vorfeld des Gipfels ein Konzept erarbeitet, in dem es etwa heißt, dass bis 2023 für die Förderung von Nutzfahrzeugen mit alternativen Antrieben rund 1,16 Mrd. Euro zur Verfügung stehen. Rund 4,1 Mrd. Euro stehen demnach für den Ausbau der Tank-, Lade- und Oberleitungs-Infrastruktur zur Verfügung – Ladestationen für PKW mit eingeschlossen. Nach den Vorstellungen des Bundesverkehrsministeriums solle zudem die LKW-Maut künftig für klimaschädliche LKW teurer werden als für die mit geringem Ausstoß. Geplant ist, dass LKW, welche nur wenig oder gar kein CO2 emittieren, eine Ermäßigung der Infrastrukturgebühr von bis zu ganzen 75 Prozent gegenüber der Infrastrukturgebühr für die emissions-stärksten Fahrzeugen erhalten. Ziel sei hierbei die Einführung ab dem Jahr 2023. Selbes soll für Hybrid-Fahrzeuge gelten, die „auf nachweislich emissionsfrei zurückgelegten Strecken wie Nullemissions-Fahrzeuge behandelt werden sollen“. Dies wird „einen zentralen Anreiz für den Umstieg von emissionsintensiven auf klimaschonende Technologien setzen“.

Vor diesem Gipfeltreffen hatte Scheuer auch seine Forderung nach einer Abwrackprämie für ältere Lastwagen erneuert – obwohl diese in neue Verbrenner fließen würde. Bis es keine massentauglichen großen LKW mit Batterie oder Brennstoffzellenantrieb gebe, brauche man eine Brücke. Der Präsident des Umweltbundesamts, Dirk Messner, lehnt Scheuers Ersuchen unverblümt ab: „Die derzeit diskutierte LKW-Prämie kann kurzfristig kaum zum Klimaschutz beitragen.“ Mittelfristig verhindere sie sogar den Umstieg auf emissionsfreie LKW-Antriebe. Denn: Wer sich jetzt mittels staatlicher Förderung einen Diesel-LKW kauft, werde in wenigen Jahren kaum einen neuen Elektro-LKW kaufen. Außerdem würden relativ wenig Emissionen eingespart, selbst wenn theoretisch alle älteren LKW gegen neuere ausgetauscht werden.

Die Branchenverbände zeigten sich zufrieden mit dem Nutzfahrzeug-Gipfel. DSLV und BGL begrüßen grundsätzlich auch die Pläne des Verkehrsministeriums, die Nutzfahrzeugbranche umweltfreundlicher zu gestalten. Sie haben aber auch konkrete Erwartungen an die Politik. Entscheidend sei nun v.a. der zügige Aufbau einer nachhaltigen staatlichen Förderkulisse. Der DSLV begrüßt deshalb die Zusage des BMVI, den Markthochlauf für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben zu fördern. Hauptgeschäftsführer Frank Huster forderte, dass schnell konkrete Förderprogramme für die Logistik folgen müssten. Grundsätzlich richtig seien auch die Pläne, regulatorische Anreize über eine CO2-differenzierte LKW-Maut zu setzen, weil so die Betriebskosten für emissionsarme LKW gesenkt werden könnten. Laut DSLV werde hier allerdings viel von der konkreten Ausgestaltung der künftigen Wegekosten abhängen.

Ford präsentiert neuen, vollelektrischen E-Transit

Mit dem E-Transit steigt nun auch Ford in den Markt der vollelektrischen großen Transporter des 2-Tonnen-Segments ein. Der neue E-Transit soll im Frühjahr 2022 auf den europäischen Markt kommen und in 25 Konfigurationen erhältlich sein. Angetrieben wird der E-Transit über die Hinterräder von einem E-Motor mit 198 kW (269 PS) Leistung und einem Drehmoment von 430 Newtonmeter, womit der E-Transit der Leistungsstärkste in seinem Segment ist. Die Energie wird in 67-kWh-Akkus gespeichert und soll eine Reichweite von bis 350 Kilometern decken. Für die langen Touren dürfte dann der anwählbare Fahrmodus „Eco“ im Sinne einer Energieeinsparung von bis zu zehn Prozent obligatorisch sein. Der E-Transit lässt sich vor Fahrtantritt zudem vortemperieren – also noch während des Ladevorgangs im Stand an der Steckdose heizen oder kühlen. Nachgeladen wird wahlweise mit Wechsel oder Gleichstrom:
www.ford.de

VW investiert 35 Milliarden Euro in Elektromobilität

Schon lange will VW-Chef Diess den Konzern in der digitalen Welt fitter machen. Nun stockt der Aufsichtsrat die Gelder dafür deutlich auf. 73 Mrd. Euro sollen bei VW bis einschließlich 2025 in den Ausbau von Elektromobilität, Hybridtechnik und Digitalem fließen. Damit steckt der weltgrößte Autohersteller knapp die Hälfte seiner geplanten Gesamtausgaben von etwa 150 Mrd. Euro bis einschließlich 2025 in Zukunftstechnologien. Vor allem leitet Konzernchef Diess mehr Geld in die Entwicklung von Software und Vernetzung. Er hatte schon häufiger betont, dass nach dem Umbruch zu Elektroantrieben insbesondere die Vernetzung und die Steuerung per Software an vorderster Stelle stehe. Für E-Antriebe veranschlagt der Konzern mit 35 Milliarden Euro rund 2 Milliarden Euro mehr als bei der letzten Planung Ende 2019:
www.volkswagen-newsroom.com

Volvo Trucks: Ab 2021 komplette Modellpalette als Elektro-Version

Lastwagenhersteller Volvo Trucks hat bekannt gegeben, in Europa ab 2021 eine komplette Modellpalette batteriebetriebener E-Fahrzeuge für den Verteilerverkehr, die Abfallwirtschaft, regionale Transportaufgaben und für städtische Bautransporte anzubieten. Damit macht der LKW-Bauer einen weiteren Schritt auf dem Weg, der zu einer gesamten Produktpalette ohne fossile Energieträger führen soll. Dafür steht auch schon ein Zieldatum fest. E-Fahrzeuge für anspruchsvolle und schwere Aufgaben im Fernverkehr sollen daraufhin in diesem Jahrzehnt folgen. Dabei handele es sich um batteriebetriebene Fahrzeuge und elektrisch angetriebene LKW mit Brennstoffzellentechnologie und größerer Reichweite. Den Verkauf von elektrisch angetriebenen LKW auf Basis von Brennstoffzellen plant Volvo Trucks in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts. 2040 soll die ganze Produktpalette ohne fossile Energieträger auskommen.
www.volvotrucks.de

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