Nur Vermittler, kein Spediteur

Pamyra.de als Möglichkeit und wertvoller Partner für KMU-Speditionen

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Die Nachricht vom Markteintritt von Uber Freight in Deutschland schlug ein wie eine Bombe. Dass Uber Freight nur vier Monate nach dem Start in den Niederlanden auch hier den Ring betritt, zeigt, welch straffen Zeitplan Uber verfolgt. Doch was bedeutet der Markteintritt von Uber Freight? Worauf muss sich die Branche einstellen? Vor allem auf die KMU-Speditionen dürften weitere Herausforderungen hinzukommen:

Grundsätzlich gilt: Will man als Spedition heutzutage bestehen, muss man sich fragen, wie man Digitales und Online-Abwicklung am Besten lösen kann. Möchte ich mich als einzelne Spedition mit Akteuren wie z.B. Uber Freight in den Ring begeben oder baue ich Allianzen? In Europa wird Uber Freight als digitale Spedition auftreten und damit nicht nur mit den digitalen Newcomern der Branche in den Wettbewerb gehen, sondern allen voran eben auch mit den klassischen und mittelständischen Speditionen. Die große Frage wird sein, ob Uber Freight tatsächlich zu einem Schreckgespenst der europäischen Logistikbranche wird. Zumindest die KMU-Speditionen sollten Uber Freight als ernsthaften Kontrahent auf dem Zettel haben.

Durch seinen Mutterkonzern verfügt Uber Freight über enorme finanzielle Ressourcen. Zudem ist bei Uber die Bereitschaft groß, langfristig Geld zu investieren, um sich Marktanteile zu sichern. Doch auch die großen europäischen Logistikunternehmen haben in den letzten Jahren nicht schlecht verdient, hinsichtlich der Finanzkraft gibt es hier keine allzu großen Unentschiede. Lediglich die kleinen Spediteure müssen sich warm anziehen. Hinzu kommt, dass Uber allen voran Tech-Unternehmen ist. Ansatz und Arbeitsmethoden sind auf Effizienz und Skalierbarkeit getrimmt. Prozesse werden entsprechend ausgerichtet und dem Markt auferlegt. Noch ist nicht klar, ob die Technologie ausgereift genug für den europäischen Markt ist, dennoch verfügt das Unternehmen über umfangreiche Erfahrungen in den Bereichen Tracking, Routenplanung, Datenverarbeitung, Algorithmenentwicklung und in der Entwicklung benutzerfreundlicher Anwendungen – alles Schlüsselfähigkeiten, die gut dafür geeignet sind, den Markt technologiebasiert anzugreifen. Dafür ist die Struktur in Nordamerika eine andere als die in Europa, wo es deutlich weniger selbstständige Fahrer gibt. Auch deshalb wird es schwierig, das Uber-Prinzip 1 zu 1 auf Europa zu übertragen. In Europa werden komplexere Technologien und andere Skalierungsmethoden benötigt. Für Uber bedeutet das: Lernen und Anpassen an den europäischen Markt. Dies wird eine Weile dauern – also maximal 1-2 Jahre.

Die Realität ist: Digitale Lösungen erleichtern das Leben. Bislang hat Uber Freight wohl noch nicht die technologische Lösung, um den europäischen Markt maßgeblich zu beeinflussen. Allerdings sind die Lösungen der traditionellen europäischen Logistiker auf die fortschreitende Digitalisierung bislang auch keine Game-Changer. In den USA haben die traditionellen Unternehmen gezeigt, dass sie sich an das Uber-Prinzip anpassen können. Technologisch sind die Lösungen vergleichbar. Dem europäischen Markt wird Uber Freight mehr Dynamik vor allem in Bezug auf das Standardfrachtgeschäft verleihen. Die großen Logistiker werden versuchen, ihre Marktanteile zu sichern, indem sie viel Geld in die Optimierung der eigenen digitalen Angebote stecken. KMU-Speditionen werden auf lange Sicht mit Schwierigkeiten konfrontiert sein, sich hier gegen die Dienste der digitalen Speditionen zu behaupten. Erfolg und Misserfolg werden eben auch von den digitalen Kompetenzen eines jeden Players entschieden. So zumindest das Verständnis von Uber Freight, das alle Schlüsselpositionen mit digitalen Top-Performern besetzt hat. KMU-Speditionen stehen daher vor großen Herausforderungen, da sie weder über die Finanzkraft noch über das Know-how verfügen, um eigene digitale Lösungen zu entwickeln. Der Margendruck und die Dringlichkeit der Digitalisierung werden weiter zunehmen. Neben der Spezialisierung oder Fokussierung auf ganzheitliche Logistiklösungen sind daher auch Kooperationen mit Digital Enablers denkbar.

Pamyra.de ist eine unabhängige Vergleichs- und Buchungsplattform für Transporte, die sowohl von gewerblichen als auch von privaten Versendern genutzt werden kann. Das Unternehmen wurde im Jahr 2016 gegründet und ging im Jahr 2017 online. In 2018 gewann das Leipziger Logistik-StartUp den 2. Platz des Digital Logistics Award. In 2019 konnten Investitionen in Millionenhöhe eingefahren werden. Pamyra.de sieht die Zusammenarbeit mit seinen freien Partnern als große Chance für alle. Die Leipziger sehen sich absolut nicht als digitales Schreckgespenst ist und wollen das auch gar nicht sein. Zwei bis drei Speditionen klopfen jede Woche bei Pamyra.de an und erkundigen sich nach den Kooperationsmöglichkeiten. Diese Speditionen sehen Pamyra.de als wertvollen Partner für ihr künftiges Geschäft. Denn inzwischen ist jedem in der Branche klar, dass sich das Speditionswesen in den nächsten Jahren weiter drastisch verändern wird.

Kernmarkt bei Pamyra.de ist der deutschsprachige Raum. Seit Kurzem werden aber auch die ersten europäischen Tarife abgebildet und es können zunehmend mehr Transporte in und aus der EU auf der Plattform beobachtet werden. Pamyra.de bringt Transparenz in Routen, die auch große Logistiker nicht alltäglich bedienen. Wenn ein Partner zweimal die Woche nach Italien fährt, ich als Versender nun aber nicht dienstags oder freitags fahren lassen will, dann ist selbst ein großer Logistiker nicht der richtige Ansprechpartner. Nun gibt es aber vielleicht jemanden, der diese Route mittwochs fährt – und den hilft Pamyra.de zu finden. Pamyra.de verdient rein auf Provisionsbasis und erhält diese nur von Seiten der Speditionen. Versender zahlen bei Pamyra.de nichts. Die Preise machen die Speditionen selbst, der Vertrag kommt zwischen Speditionen und Kunden zustande. Die Kundenbeziehung bleibt also bei der Spedition. Allein die Abwicklung läuft über Pamyra.de. Auch das Zahlungsrisiko liegt in Leipzig. Als Gegenleistung nimmt die Plattform dafür derzeit acht Prozent. Künftig will Pamyra.de gerade auf Angebotsseite stärker in die Breite gehen und Spezialgebiete wie Gefahrgut und unverpackte Möbel abdecken. Da Speditionen selbst häufig keine digitalen Tools haben, um ihre Preise schnell und einfach anzupassen oder Automatismen für z.B. Betriebsferien oder Feiertage anzulegen, besteht zudem großer Bedarf nach vernünftigen Tarif-Konfiguratoren, der künftig gedeckt werden soll.

Der klassische Weg einer Online-Spedition ist der, dass man sagt, man macht es alleine und profitiert davon, dass andere zaudern und man ihnen das Geschäft wegnimmt. Der Ansatz von Pamyra.de besteht darin, den digitalen Teil zu übernehmen und einen sehr guten und immer besser werdenden Prozess sowie eine wachsende Plattform zu liefern, ohne das Geschäftsmodell der Partner zu bedrohen. Pamyra.de ist nur Vermittler und kein Spediteur.

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