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Was sich durch die EU-Beschlüsse für Fernfahrer ändert

Überfüllte Rastplätze, Lohndumping, ein wochenlanges Leben in der Fahrerkabine, Termindruck. Die Arbeitsbedingungen für LKW-Fahrer sind nicht die Besten. Mit den neuen EU-Beschlüssen sollen die Verhältnisse nun deutlich aufgewertet werden:

Die deutsche Wirtschaft boomt und die Transportbranche verzeichnet entsprechend einen anhaltend hohen Bedarf an Fachkräften. Doch auch der Fachkräftemangel in Deutschland ist weiterhin hoch. Bundesweit übertraf die Zahl der offenen Stellen bei den Berufskraftfahrern unlängst die Anzahl der in dieser Berufsgruppe gemeldeten Arbeitslosen. Die Unternehmen suchen händeringend nach LKW-Fahrern, ein Ende des Fachkräftemangels ist nicht in Sicht. Die Personalknappheit führt bei einigen Unternehmen sogar so weit, dass Fahrzeuge nicht eingesetzt werden können und Aufträge abgelehnt werden müssen. 50.000 Fahrer fehlen in Deutschland, meint zum Beispiel Bernhard Simon, Inhaber des Logistik-Konzerns Dachser.

Die Gründe für den Fahrermangel liegen sicherlich auch in den bekanntermaßen schlechten Arbeitsbedingungen der Fernfahrer. Aus diesem Grund kamen in der vergangenen Woche in Brüssel die Verkehrsminister der EU zusammen, um sich auf das Mobilitätspaket der EU-Kommission zu einigen. Zentrale Themen waren auch der Schutz vor Ausbeutung sowie die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von zwei Millionen LKW-Fahrern in Europa. Durch den Beschluss der folgenden Punkte sollen die Verhältnisse erheblich verbessert werden:

  • Für gleiche Arbeit am gleichen Ort soll gleicher Lohn gelten. Die Fahrer sollen künftig nach dem Mindestlohn bezahlt werden, der in dem Land gilt, in dem der Fahrer ist. LKW-Fahrer, die außerhalb ihres Ursprungslandes eingesetzt werden, haben künftig den Status eines “entsandten Arbeitnehmers”.
  • LKW-Fahrer sollen ihre regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeiten künftig nicht mehr in ihren Fahrerkabinen verbringen, sondern in richtigen Betten schlafen. Die Speditionen müssen für angemessene Unterkünfte sorgen. Ein absolutes Kabinenschlafverbot beinhaltet die Regelung allerdings nicht. Die neuen Standards betreffen nur die wöchentliche Ruhezeit, nicht die Übernachtungen nach einer regulären Tagesschicht. Abgesehen von den regelmäßigen wöchentlichen Ruhezeiten ist das Schlafen in den Kabinen also auch weiterhin möglich.
  • Bemängelt wurde außerdem auch, dass Fahrer teilweise wochenlange Touren ohne eine Rückkehr nach Hause absolvieren müssen. Dem Beschluss zufolge dürfen die Kraftfahrer nun nur noch maximal vier Wochen am Stück in Europa unterwegs sein.

Vor allem westeuropäische Staaten klagten seit geraumer Zeit über unlauteren Wettbewerb, Lohndumping, überfüllte Rastplätze und zu hohen Termindruck im Transportgewerbe. Mit dem Beschluss, dem die EU-Verkehrsminister mehrheitlich und gegen heftigen Widerstand aus östlichen Mitgliedsstaaten (vor allem Polen, Rumänien und Bulgarien fürchten weniger Aufträge, wenn die Speditionen ihre Fracht nicht mehr billiger durch Europa transportieren können) zugestimmt haben, soll dies vermieden werden. Bevor die Änderungen in Kraft treten können, muss darüber zuerst noch Einigung mit dem Europaparlament erzielt werden.

Weiterhin gilt im Übrigen, dass innerhalb von sieben Tagen maximal drei Kabotage-Fahrten erlaubt sind. Kabotage liegt dann vor, wenn etwa ein ausländisches Unternehmen innerhalb Deutschlands Waren ausliefert. Um systematische Kabotage zu verhindern, ist künftig eine Pause von fünf Tagen vorgeschrieben, bevor weitere Kabotagefahrten im selben Land mit dem selben Lkw durchgeführt werden dürfen. Zudem gibt es auch Neuigkeiten zum digitalen Tachografen. Der intelligente Fahrtenschreiber soll nun bereits ab 2024 die Grenzüberschritte sowie die Orte der Länder dokumentieren und nicht erst ab 2034 Pflicht sein.

Mit immer mehr technischer Raffinesse: Manipulation der Lenkzeitenerfassung

Die Tageslenkzeit für Lkw-Fahrer darf in der Regel neun Stunden nicht übersteigen. In Ausnahmefällen kann zweimal pro Woche auf zehn Stunden erhöht werden. Schwarze Schafe im Speditionsgewerbe manipulieren mit immer mehr Raffinesse die Erfassung der Fahrer-Lenkzeiten. Teilweise wird sogar mit elektronisch fehlgesteuerten Getriebesensoren der fälschliche Eindruck erweckt, dass der LKW stehe und nicht fahre:

www.welt.de

Italien: Autotransportfirmen wollen mehr Flexibilität bei Lenk- und Ruhezeiten

Im Rahmen einer Studie des Technikspezialisten Infogestweb gaben mehr als zwei Drittel von 120 befragten Logistikunternehmen an, dass die aktuellen Regelungen den reibungslosen Ablauf der Firmenaktivitäten blockieren. Rund 90 Prozent der italienischen Autotransportfirmen fordern mehr Flexibilität bei den wöchentlichen Lenk- und Ruhezeiten:

www.verkehrsrundschau.de

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