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Automobillogistik im Wandel der Zeit

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Wie die Branche aktuelle Herausforderungen für sich nutzen kann

Die große Aufgabe der Automobillogistiker ist, die Wertströme der Automobilindustrie ab Beginn der Prozesskette zu koordinieren, zu optimieren und intelligent(er) zu gestalten. Eine Mammutaufgabe in einer Branche, die derart groß ist und einem so rapiden Wandel unterliegt? Einerseits ja, andererseits aber auch immer eine Chance:

In München fand im Februar in der BMW Welt zum 7. Mal das Forum Automobillogistik statt, welches gemeinsam vom Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Bundesvereinigung Logistik (BVL) ausgerichtet wird. Das Forum dient als jährlicher Treffpunkt von Logistikern, Supply-Chain-Managern und Automobilexperten aus Wissenschaft, IT, Verpackungs-, Dienstleistungs-, Zulieferer- und Beratungsindustrie. 530 Teilnehmer kamen zusammen, um sich unter dem Motto „Wertschöpfung gestalten – analog – digital – in Echtzeit“ funktions- und unternehmensübergreifend über Know-How und Ideen auszutauschen, persönliche Kontakte zu knüpfen und den Einschätzungen und Prognosen der rund 40 Referenten zu lauschen. Die fachliche Debatte drehte sich um die Herausforderungen, denen die Automobillogistik im digitalen Zeitalter gegenübersteht. Die automobile Lieferkette erzeuge Werte für den Kunden und deshalb sei es die große Aufgabe der Automobillogistik, neue technische Möglichkeiten zu erkennen, zu integrieren und damit das Gesamtsystem zu optimieren, so die Veranstalter.

„Jeder Kunde kann sein Auto in jeder gewünschten Farbe bekommen, solange diese Farbe schwarz ist“, sagte einst Henry Ford. Wenn man die Debatte des diesjährigen Forums Automobillogistik mit dem Zitat des Automobil-Pioniers vergleicht, zeigt das sehr deutlich, wie sich die Automobilbranche im Laufe der Zeit verändert hat. Moderne Automobile sind heute bis ins letzte Detail mit Technik ausgestattet und bieten neben Fahrassistenzsystemen auch Entertainment- und Kommunikationsmöglichkeiten en masse. Die Anzahl der für ein bestimmtes Automobil erforderlichen Einzelteile hat sich drastisch erhöht. Modelle mit vielen Ausstattungsvarianten benötigen bis zu 20.000 Materialpositionen, ein durchschnittliches Auto besteht gegenwärtig aus etwa 10.000 Teilen. Natürlich wirkt sich diese Komplexität auch auf die Automobillogistik aus. Dafür zu sorgen, dass jedes einzelne Teil im Logistikablauf zur richtigen Zeit am richtigen Ort ankommt, klingt wie eine koordinative Mammutaufgabe.

Zwar ist die Einzelteil-Anlieferung für den Automobilbau trotz der immensen Zahl seit Jahren rückläufig, das liegt allerdings nur daran, dass die Einzelteile immer mehr der Modul- und Set-Anlieferung weichen, was wiederum dazu führt, dass Zulieferer und Logistiker neben dem Transport auch mit Aufgaben aus der Vormontage betraut werden. Die Verringerung der Lagerbestände stellt eine weitere Herausforderung für die Automobillogistiker dar. Seit sich „Just-in time“ als beste Möglichkeit, Lagerkosten zu reduzieren, durchgesetzt hat, stieg stetig auch die Leistungstiefe der Logistiker. Heute sind sie dafür verantwortlich, dass notwendige Einzelteile und Module pünktlich an den Fertigungsstraßen zur Verfügung stehen. Neben der optimalen Koordination setzt das auch einen reibungslosen Informationsfluss zwischen den Beteiligten voraus. Mit dem neueren „Just-in-sequence“-Konzept wird der Automobilindustrie eine noch bessere Verzahnung der Fertigungsabläufe ermöglicht, bei der die Anlieferung von Komponenten zielgenau auf die Bedürfnisse der Produktionsbänder abgestimmt wird. Auch in anderen Bereichen werden die Logistiker mit neuen Aufgaben betraut. Dass Spediteure technische Anpassungen oder Dekonservierungsmaßnahmen vornehmen, ist bereits gängig.

Veränderte Materialflüsse und Produktionsabläufe haben also spürbare Auswirkungen auf die Logistikprozesse. Waren es einst reine Transportleistungen, sind die Anforderungen mit der Zeit tiefgreifend und um so viele Funktionen aber auch Vorgaben, Auflagen und Standards erweitert worden, dass die Automobillogistik schon mal ein Spezialgebiet in der Logistikwelt darstellt. Die Automobillogistiker müssen zudem nicht selten die gesamte Lieferkette ihrer Kunden aus der Automobilindustrie abdecken. Wie überall in der Wirtschaft, muss sich aber auch hier dem schnellen Wandel angepasst werden. Auf der Suche nach kostenoptimalen Abwicklungen wird es auch künftig zu Veränderungen in der Automobillogistik kommen. Wie in der Vergangenheit auch, werden sich die Akteure dabei als innovationsfreudig präsentieren und Impulse für andere Bereiche setzen. Dessen ist sich auch Prof. Dr. Korne, Professor für Internationales Logistikmanagement an der HTW Saar, sicher. Zwar fällt sein Urteil bezüglich der aktuellen Lage der Automobillogistik nur „befriedigend“ aus, trotzdem sieht er, dass Druck zur Veränderung auch immer Anstoß für Verbesserungen ist und die Branche es schaffen kann, aus scheinbaren Risiken wie bspw. der Digitalisierung Chancen entstehen zu lassen.

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