City Logistik

Lastenrad auf dem Vormarsch

Cargobikes setzen auf der letzten Meile zum Überholen an

Der Cargobike-Boom ist in vollem Gange. Online-Handel, Emissionswerte und die massive Anzahl an Paketzustellungen zwingen die Logistiker auf der letzten Meile weiter zum Umdenken. Ist die Stunde der Lastenräder nun vollends gekommen?

Der innerstädtische Lieferverkehr hat in den letzten Jahren rasant zugenommen. Grund dafür sind allen voran der massiv angestiegene Online-Handel sowie damit verbunden ein enormer Anstieg an Paketzustellungen. Immer mehr Menschen bestellen ihre Waren im Internet und lassen sich diese bis vor die Haustüre liefern. Um 2 Prozent ist das Transportaufkommen in Deutschland in 2018 gestiegen. Sichtbar ist der Trend durch die hohe Anzahl an Lieferwagen und Kleintransporter, die sich durch die Straßen quälen. Die LKWs kommen in den stark frequentierten innerstädtischen Straßen nur schwer voran. Am Lieferziel angelangt, gestaltet sich die Parkplatzsuche nicht minder schwierig. Blockierte Fuß- und Radwege sind die Folge, ebenso höhere Feinstaubemissionen. Für den Kunden ein weiteres Ärgernis: Liefertermine können nicht detailliert bekannt gegeben und eingehalten werden. Häufig muss die bestellte Ware dann selbst abgeholt werden. Die Erscheinungen zwingen die Logistiker zum Umdenken. Ist auf der letzten Meile nun die große Stunde der Lastenräder gekommen?

„Wir haben erkannt, dass es mit dem Wirtschaftsverkehr so nicht weitergehen kann“, erklärte Staatssekretär Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen), Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, vor gut einem Jahr beim letztjährigen Symposium der European Cycle Logistics Federation (ECLF) in Berlin. Im Juni findet in Dublin die nächste European Cycle Logistics Federation Conference statt. Auch in Deutschland haben sich die Cargo-Biker mittlerweile zusammengeschlossen: Im September vergangenen Jahres wurde in Berlin der Radlogistikverband Deutschland (RLVD) gegründet. Der eingetragene Verein ist der deutsche Ableger der ECLF. Das Ziel des Verbandes ist es, der Branche mehr Raum und Aufmerksamkeit zu verschaffen und die großen Potentiale des Lastenfahrrads als Transportmittel zu erschließen. Der RLVD macht sich gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft für den vermehrten Einsatz moderner Cargobikes und Lastenanhänger in der Logistik als Beitrag zu Klimaschutz, Luftreinhaltung, urbaner Lebensqualität und effizienten multimodalen Logistiksystemen stark. Der RLVD vertritt vor allem die Interessen kleiner und mittelständischer Logistikunternehmen, welche die Pioniere der Radlogistik in Deutschland sind und aus welchen sich das Groß der Gründungsmitglieder des RLVD zusammensetzt.

Was einst Nischenthema war, ist nun also im Mainstream angekommen. Zwar haben viele Logistikunternehmen mit vergrößerten Fuhrparks und dem Bau riesiger Verteilerzentren auf die wachsende Nachfrage reagiert, einige andere wiederum liefern bereits mit Lastenrädern aus. Diese Vorreiter befinden sich auf der letzten Meile nun in der Pole Position, denn die Diskussionen um ein zu hohes Verkehrsaufkommen und massive Abgas-, CO2- und Feinstaub-Belastungen werden sicher anhalten. In vielen europäischen Städten ist der Einsatz von Fahrrädern zu Transportzwecken auch bereits angekommen. Kein Wunder, das Transportpotential ist groß und die Transportabläufe können mit Fahrrädern smart optimiert werden. Die Logistikbranche ist nun gefordert, die bestehende Potentiale im Bereich kommerzieller Lieferverkehre auch hierzulande weiter auszuschöpfen. Laut CycleLogistics Baseline Study kann gut jede dritte oder vierte Lieferwagenfahrt auf Pedalantrieb umgestellt werden. Im Bereich der Dienstleister und Handwerker ist das Umstiegpotential von KFZ zu Cargobike noch größer: Jede zweite KFZ-Fahrt wäre hier laut Studie aufs Rad verlegbar. Im privaten Bereich könnten gar 77 Prozent aller KFZ-Fahrten mit Warentransport (z.B. Einkauf) per Rad oder Rad-Anhänger erledigt werden. Addiert man den Kindertransport hinzu, landet man bei Zahlen wie in Kopenhagen, wo jede vierte Familie über ein Transportfahrrad verfügt.

UPS: Emissionsfreie Zustellungen per Lastenrad seit 2012

Bereits 2012 nahm UPS in einem Pilotprojekt wieder Lastenräder in seinen Fuhrpark auf. Das Unternehmen wollte sich damit nicht nur umweltbewusst zeigen, sondern auch auf seine Wurzeln besinnen. Die gezogene Bilanz zur eigenen Fahrradkurier-Flotte fiel durchweg positiv aus. Durch die Lastenräder können zwischen sieben und neun Lieferfahrzeuge täglich eingespart und rund 500 zusätzliche Stopps vermieden werden:

Neues E-Lastenrad mit Fahrerkabine für schwere Lasten vorgestellt

Das Berliner Start-up Onomotion hat Anfang des Monats das E-Lastenrad Ono vorgestellt, welches 2020 speziell für die Bedürfnisse der KEP-Branche in Serie gehen soll. Ono unterscheidet sich dadurch von anderen Cargobikes, dass der abnehmbare Ladungsbehälter über eine Rampe ebenerdig abgesetzt und so z.B. am Mikrodepot einfach ausgetauscht werden kann. Die Nutzlast beträgt 300 Kilogramm. Ono schafft 25 Stundenkilometer:

verkehrsrundschau.de

Pamyra hilft beim Versenden von Fahrrädern und E-Bikes

Gewerbliche und private Versender haben auf der Vergleichs- und Buchungsplattform von Pamyra ab sofort die Möglichkeit, verschiedene Angebote von Transportunternehmen für den Versand von Fahrrädern online einzusehen und zu buchen. Pamyra spannt nun gemeinsam mit verschiedenen Anbietern ein bundesweites und flächendeckendes Netz für den Transport von Fahrrädern. Versender können auf der Vergleichsplattform zwischen aktuell insgesamt neun unterschiedlichen Tarifen und bei der Ladung zwischen Fahrrad und E-Bike wählen. Wenn gewünscht, organisiert Pamyra die passende Transportverpackung gleich mit:

www.pamyra.de/ratgeber/fahrrad-versenden

 

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Sie können Transporte schon Monate im Voraus und maximal 8 Werkstunden vor Fahrtantritt buchen. Nach Abholung wird Ihre Lieferung ohne Umwege zu Ihnen transportiert. Auf Ihrem lieferschein finden Sie ein von uns geschätztes Lieferdatum.

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Gespeichert und an die Spedition übermittelt werden Name, Anschrift und Kontaktdaten des Auftraggebers sowie die Abhol- und Lieferadresse. Außerdem natürlich die Informationen zu Ihren Packstücken.

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Wie werden passende Fahrten ermittelt?

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