Coronavirus hält Transportbranche in Atem

Entwicklungen und Folgen für Lieferketten und Spediteure

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Das Coronavirus breitet sich zunehmend aus und dominiert weiter die Schlagzeilen. Die Pandemie, zu welcher sie jetzt offiziell erklärt wurde, nimmt auf verschiedenste Art und Weise Einfluss und hält auch die Logistik in vielen Bereichen in Atem. Doch wie wirkt sich das Coronavirus bislang konkret auf die Branche aus? Ein Überblick:

Die Situation verschärft sich täglich. Die Ausbreitung des Coronavirus sorgt bereits in einigen Gegenden und Wirtschaftszweigen für massive Einbußen. Gerade in Italien hat sich die Lage zugespitzt. Die Regierung in Rom hat das ganze Land zur Sperrzone erklärt und diskutiert mit Transportverbänden bessere Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten im Güterverkehr. In Deutschland will man das Kurzarbeitergeld ausweiten, um betroffene Unternehmen besser zu schützen. Um Versorgungsengpässe infolge von Hamsterkäufen zu vermeiden, lockerten außerdem immer mehr Bundesländer das LKW-Sonntagsfahrverbot. Aufgrund behördlicher Anordnung haben die Veranstalter in vergangener Woche zudem die LogiMAT abgesagt. Das Coronavirus hält also auch (oder gerade) die Logistikbranche in vielen Bereichen in Atem.

Dass sich Deutschland derzeit schon auf das Schlimmste vorbereitet, sieht man auch in den Supermärkten. Besonders Nudeln, Toilettenpapier und Desinfektionsmittel bekommt man in diesen Tage zunehmend schwerer. Um Versorgungsengpässe infolge von Hamsterkäufen zu vermeiden, hatten viele Bundesländer nun das LKW-Sonntagsfahrverbot gelockert. Nachdem Bayern und NRW den Startschuss gaben, gilt dieses jetzt auch für Rheinland-Pfalz, Hessen, Sachsen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Als bisher letztes Land hat sich Bremen in diese Liste eingereiht. In Thüringen wehrt man sich noch, dort stößt die Maßnahme auf Kritik. Dem Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes zufolge, steht außerhalb gesetzlicher Fahrverbotszeiten genügend Laderaum zur Verfügung. Wie jüngste Berichte vermelden, wird das Fahrverbot nun aber deutschlandweit bis mindestens Ende April komplett aufgehoben.

Auch zahlreiche Messen sind dem Virus inzwischen zum Opfer gefallen, unter anderem die Intralogistik-Fachmesse LogiMAT. Während ein Teil der Veranstaltungen komplett abgesagt wurde, sollen andere in der zweiten Jahreshälfte nachgeholt werden. Dies führt nicht nur zur Milliardenverlusten, auch der Welthandel wird den Coronavirus deutlich spüren. 320 Milliarden US-Dollar pro Quartal wird das Virus den Welthandel nach Informationen von Euler Hermes kosten. „Trotzdem ist das kein Grund zur Panik”, betont Ron van het Hof, CEO von Euler Hermes in der DACH-Region. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen dürften sich global gesehen insgesamt in Grenzen halten, wenn es bei einem kurzfristigen Schock bleibt: Für das Gesamtjahr erwarten wir durch das Coronavirus aktuell ‘nur’ einem Verlust von 0,2 Prozentpunkten an Wachstum für die Weltwirtschaft.” Mehrere LogiMAT-Aussteller haben sich indes etwas einfallen lassen und stellen sich und ihre Produktneuheiten virtuell vor. Der Huss-Verlag hat die Sonderberichterstattung „LogiMAT Daily: Intralogistik-Innovationen 2020“ gestartet, in welcher online über aktuelle Entwicklungen und Produktneuheiten berichtet wird.

Gleichzeitig spitzt sich die Lage in dem in Europa am meisten vom Coronavirus betroffenen Italien weiter zu. Mehrere Fluggesellschaften haben ihr Flugprogramm ins Land eingestellt. Das österreichische Außenministerium hat wegen des Coronavirus eine volle Reisewarnung für Italien ausgesprochen und seinen Personen-Zugverkehr von und nach Italien gestoppt. Italien selbst hat sich zur Sperrzone erklärt. Der Güterverkehr ist bislang aber nicht betroffen. Aktuell werden weiterhin Gütertransporte von und nach Italien stattfinden, auch vonseiten der via Pamyra vermittelten Speditionen. Dafür müssen sich die Frächter wegen Temperaturmessungen an der Österreichisch-Italienischen Grenze auf Verzögerungen und viel Stau einstellen. Bzgl. der Staus wird aber zumindest von italienischer Seite zügig erwartet, dass „Österreich […] zur Normalität zurückkehrt“. Die Frächter müssen derzeit auch ein Formular mitführen, in dem bestätigt wird, dass sie einen unaufschiebbaren Transport durchführen müssen. Für andere Regionen ist bislang Ähnliches zu hören. Die DHL erledigt bspw. in Frankreich „für den Moment weiterhin alle Abhol- und Zustellarbeiten“.

Inwieweit die neuesten Meldungen Einfluss nehmen werden, wird man in den kommenden Tagen sehen. Der Weltluftfahrtverband IATA hat den US-Einreisestopp für Europäer auf jeden Fall kritisiert. „Reisen in so großem Umfang zu unterbinden, wird negative Konsequenzen für die Wirtschaft haben“, sagte Generalsekretär de Juniac. Im Fall der Märkte USA und EU sei die Dimension enorm. Auch Tschechien schließt seine Grenzen, mitunter für alle Deutschen, die da keinen festen Wohnsitz haben. Tschechische Pendler dürfen noch nach Deutschland einreisen, müssen dafür aber eine Bestätigung ihres Arbeitgebers vorlegen. Ausgenommen von den Verboten sind Ausländer mit einer Aufenthaltserlaubnis für 90 Tage sowie Fernfahrer.

Der Kapazitätsindex des Transport Market Monitors hat für den Februar den höchsten Wert seit Bestehen 2008. Das bedeutet: Viel freier Laderaum. Viele Transportdienstleister tun sich derzeit offenbar schwer, für ihren LKW Ladungen zu finden. Eine Folge des Coronavirus? Mit dieser Aussage muss man vorsichtig sein, da der TMM sich vor einem Jahr ziemlich ähnlich entwickelt hat. Wer etwas zu versenden hat, kann dies jedenfalls auch weiterhin gerne über Pamyra.de tun. Bei Pamyra.de gibt es aktuell trotz Corona noch Transporte ins innereuropäische Ausland (Italien eingeschlossen, wenn auch mit Verzögerungen und nur zum italienischen Festland aus einem Abholgebiet mit dem Radius ca. 550 km (Stückgut) beziehungsweise 250 km (Teil-/ Komplettladungen) um Stuttgart.). Genaueres entnehmen Sie bitte der Suche auf www.pamyra.de, da sich die Lage stündlich ändern kann.

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