Die Weichen scheinen gestellt

Lieferketten kommen langsam wieder in Schwung

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Logistikunternehmen haben nach wie vor mit den Auswirkungen der Corona-Krise zu kämpfen. Das Volumen des Güterverkehrs ist seit dem Lockdown stark eingebrochen. Die einhergehenden Maßnahmen und Beschränkungen stören die Lieferketten massiv. Bis zur Normalisierung wird es wohl noch dauern. Doch es gibt Grund zur Hoffnung – denn in vielen Sektoren kommen die Supply Chains sukzessive wieder in Schwung:

Die Corona-Krise und die damit verbundenen plötzlichen Schließungen von Grenzen und Betrieben stören die Lieferketten massiv. Das Volumen des Güterverkehrs auf Schienen und Straßen ist seit Lockdown um 20 Prozent eingebrochen. Bundesverkehrsministerium (BMVI) und das Zugtechnik-Überwachungsportal Railwatch liefern dafür nun valide Zahlen, die die bisherigen Schätzungen für Deutschland bestätigen. Das BMVI nutzt Mautdaten für einen täglich aktualisierten Index und arbeitet dabei mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie dem Statistischen Bundesamt zusammen. Das Analysehaus Clive Data Services errechnete für den März indes einen Rückgang der globalen Luftfracht von 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Seefracht ist im Februar im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 Prozent zurückgegangen, stellten die Experten von Container Trades Statistics fest.

„Oft kollabiert die Supply Chain derzeit an den logistischen Knotenpunkten, also zum Beispiel an Häfen oder Flughäfen“, so Heiko Schwarz, Managing Director bei Riskmethods. Nicht immer gerieten Lieferketten ins Wanken, weil die eigenen Lieferanten ausfallen. Auch Zwischenlagen, Logistikanbieter oder Sub-Lieferanten seien dafür anfällig. „Je größer das Unternehmen ist, desto mehr Lieferkettenstörungen sind mit einkalkuliert“, sagt Schwarz. Bei Daimler und BMW sind dies laut Geschäftsbericht rund 1,5 bis 2 Milliarden Euro im Jahr. Die Unternehmen rechnen dabei mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 33 bis zu 50 Prozent. „Viele Mittelständler haben einen solchen Puffer in ihren Planungen aber nicht“, so Schwarz.

Aktuelle Daten des Unternehmens Shippeo, das im Bereich der Lieferketten-Transparenz in Echtzeit spezialisiert ist, machen nun jedoch Hoffnung. Die durch die Krise angeschlagenen Lieferketten erholen sich demnach so langsam wieder. Als Grund für die verhalten-positive Entwicklung gelten die ersten Lockerungsmaßnahmen der einzelnen Ländern. Allein in der vorletzten Woche ist die durchschnittliche Lieferketten-Aktivität aller Sektoren demnach von 30 auf 38 Prozent gestiegen. Die Weichen für eine (langsame) Erholung sind also gestellt. Bis zu einer Normalisierung wird es aber wohl noch dauern. Den stärksten Einbruch hat der Automobil- und Transportsektor erlebt. Die Lieferketten-Aktivität liegt dort vor allem aufgrund der Komplexität der Just-in-time Produktion weiter niedrig bei 5 Prozent. Von der Krise wenig beeinflusst zeigt sich noch immer der Nahrungsmittelsektor, wo die Transporteure gar knapp über Normalniveau agieren. Shippeo stellt eine Karte zur Verfügung, die aufzeigt, wie sich die Supply Chains in Europa regenerieren. Die Aktivitäten von mehr als 3.000 Fabriken und Warenlager in ganz Europa sind dort verzeichnet. Shippeo aktualisiert die Karte täglich. Das Unternehmen ist an 500 Telematiksysteme von Transporteuren und Verladern sowie an über 140.000 Spediteure angebunden und kann über 5 Millionen Lieferungen jährlich verfolgen.

Über die Hälfte der deutschen Transport- und Logistikbetriebe in Kurzarbeit

Das Ifo-Institut hatte Unternehmen aus allen Branchen zur Kurzarbeit im April befragt. Laut den Forschern schlagen die Zahlen jene aus der Finanzkrise bei Weitem: Über die Hälfte der deutschen Transport- und Logistikbetriebe hatten im April Kurzarbeit angemeldet. Im Bereich Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen waren es 51 Prozent – hierzu zählt auch die Personenbeförderung. In der Lagerei und der Erbringung sonstiger Dienstleistungen für den Verkehr sind es 55 Prozent. Bei den KEP-Dienstleistern haben 56 Prozent ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Damit liegen die Branchen über dem Durchschnitt aller Branchen, der bei 50 Prozent liegt. Noch düsterer sieht es in der Schifffahrt (63 Prozent) und Luftfahrt (91 Prozent) aus. Zu Letzterem zählt auch der touristische Personenverkehr, der aktuell ja quasi brach liegt. „Spitzenreiter“ sind Gastronomie und Hotels mit 99 bzw. 97 Prozent. Gefolgt vom Automobilbau (94 Prozent). Im Bundesländervergleich sind Bayern und Baden-Württemberg mit 54 bzw. 53 Prozent am stärksten betroffen sind. „Am Ende“ liegen Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit 43 Prozent sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 39 Prozent:

www.ifo.de

IAA Nutzfahrzeuge 2020 in Hannover abgesagt

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass schon viele Großveranstaltungen abgesagt werden mussten. Nun hat es auch die Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge getroffen, welche in diesem Jahr vom 24. bis 30. September in Hannover stattfinden sollte. Die Veranstaltung ist abgesagt. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat das bestätigt. Die Auswirkungen und Beschränkungen der Pandemie sind nicht mehr mit den Ansprüchen der IAA zu vereinbaren, so heißt es. Als Grund nennt der VDA die gesundheitlichen Risiken und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung. Der direkte Austausch auf einer Messe sei so nicht mehr sinngemäß der IAA Nutzfahrzeuge. Der VDA habe die Absage so früh mitgeteilt, um die wirtschaftlichen Belastungen für Aussteller und Dienstleister möglichst gering zu halten. Die nächste IAA Nutzfahrzeuge soll folglich im September 2022 stattfinden.

www.iaa.de

Pamyra.de: Geschäftsmodell, das auf partnerschaftlicher Zusammenarbeit beruht

Pamyra.de hat den Abschluss einer neuen Investitionsrunde bekanntgegeben. Das Startup konnte erneut Bestands- und Neuinvestoren überzeugen und so weiteres Wachstumskapital einsammeln. „Pamyra verfolgt als Partner für den digitalen Vertrieb von Speditionsdienstleistungen weiterhin ein Geschäftsmodell, das auf partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Speditionen auf der eine Seite und Versendern auf der anderen Seite beruht,“ so CFO Dr. Lasse Landt. „Mit Arne Anderssohn als ehemaligen Top-Manager aus der Speditionsbranche mit über 30 Jahren Erfahrung bei Unternehmen wie Dachser oder DB Schenker und Toni Sonn, dem Gründer und CEO der CaseKing Group, mit jahrelanger, tiefer Erfahrung im online Handel konnten wir das Team mit Blick auf die nächsten Schritte absolut perfekt ergänzen.“ Angeführt wird die Runde vom Technologiegründerfond Sachsen (TGFS), der 2018 bei Pamyra.de eingestiegen war. Mit der neuen Investitionsrunde sicherte man sich zum wiederholten Mal Kapital zum Ausbau und zur Weiterentwicklung der 2016 gegründeten digitalen Logistik-Plattform. Im Interview gibt Gründer und CEO Felix Wiegand Einblicke, verrät Tipps für den Umgang mit Investoren und erzählt wie es mit Pamyra.de weitergeht:
www.bm-t.de

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