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Klimaschutzziele gefährdet - Verkehrssektor im Fokus

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Verkehrssektor im Fokus

Deutschland wird seine für 2020 gesteckten Klimaschutzziele nicht erreichen. Das geht aus den Prognosen des aktuellen Klimaschutzberichts hervor, der seit letzter Woche vorliegt. Für mehr Verbindlichkeit soll ein neues Gesetz sorgen, welches in 2019 verabschiedet werden soll. Der Verkehrsbereich nimmt eine zentrale Rolle ein:

Seit vergangenem Mittwoch gilt es als beschlossene Sache: Deutschland wird seine bis 2020 gesteckten Klimaschutzziele nicht erreichen. Aus dem aktuellen Klimaschutzbericht des Bundeskabinetts geht hervor, dass bis 2020 lediglich 32 Prozent weniger Treibhausgase gegenüber 1990 ausgestoßen werden und nicht die angestrebten 40 Prozent weniger. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert deshalb mehr Mut in der Klimapolitik und will noch in diesem Jahr ein Gesetz verabschieden, welches die Einhaltung der Klimaziele verbindlicher macht. Die Leitlinien für die Erreichung der Ziele sollen rechtlich darin verankert werden. Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um 55 Prozent gegenüber 1990 verringert werden. Vor allem der Verkehrssektor steht dabei im Fokus. Im Energiesektor liegt laut Schulze mit dem Konzept für einen Ausstieg aus dem Kohlestrom ein guter Plan vor. Die Fortschritte im Energiesektor würden zum Teil aber durch die höheren Verkehrsemissionen zunichte gemacht. Deswegen müssten nun auch in diesem Bereich „gute Klimaschutzkonzepte“ folgen. Eine von der Regierung eingesetzte Arbeitsgruppe berät derzeit noch über ein passendes Konzept. Überlegungen, welche die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen vorsehen, haben zuletzt für breite Debatten gesorgt.

Gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 130 km/h auf Autobahnen sprach sich auch Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) aus: „Wir können in Deutschland bezahlbar und klimafreundlich mobil sein – mit kreativen Ideen, ohne Tempolimit und ohne höhere Spritpreise“. Der Verkehrssektor müsse in den nächsten Jahren noch einen beachtlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaschutzziele leisten und die deutschen Fahrzeughersteller sollen sich mehr anstrengen. Die Digitalisierung und die Vernetzung der Verkehrsstränge können ebenfalls dabei helfen. Um die geplante Emissionsreduktion bis 2030 zu erreichen, sind laut Scheuer mehr als 200.000 LKW ab 3,5 Tonnen mit alternativen Antrieben nötig.

Für den Handel hat die Klimaveränderung erhebliche Auswirkungen. Der Wandel des Klimas schadet den Lieferketten und somit auch der Logistik. Beispielsweise können zunehmende Fluss-Überschwemmungen, verursacht durch die globale Erderwärmung, zu regionalen Produktionsausfällen führen. Doch nicht nur lokale Volkswirtschaften wären betroffen, die Auswirkungen würden sich auf das globale Handels- und Liefernetzwerk ausbreiten, so eine Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). „Das Hochwasserrisiko für Flüsse wird bereits in den nächsten zwei Jahrzehnten durch den Klimawandel ansteigen – das ist nicht nur ein Problem für Millionen von Menschen, sondern auch für Volkswirtschaften weltweit“, so Anders Levermann, Projektleiter und Professor am PIK. Ohne Anpassungen könnten sich die wirtschaftlichen Ausfälle durch Flussfluten innerhalb der nächsten 20 Jahre um weltweit mehr als 15 Prozent auf insgesamt rund 600 Mrd. US-Dollar erhöhen. „Das ist eine Menge“, sagt Sven Willner, Autor der Studie vom PIK, „und es ist nur der Effekt von Flussüberschwemmungen, andere Folgen des Klimawandels wie Stürme und Hitzewellen sind dabei nicht berücksichtigt.“, so Willner weiter. „Durch Lieferengpässe, Nachfrage-Änderungen und die damit verbundenen Preissignale könnten die wirtschaftlichen Verluste entlang der globalen Handels- und Lieferketten andere Volkswirtschaften weltweit treffen.“ Die Länder der Europäischen könnten aufgrund ihrer ausgeglichenen Handelsbilanz überwiegend von indirekten Schäden betroffen sein, welche durch die weltweit vernetzten Handels- und Lieferketten weitergegeben werden. „Die Folgen werden in der EU zwar spürbar sein, wenn beispielsweise für die Produktion notwendige Teile vorübergehend nicht mehr aus einer überschwemmten Region in China an europäische Unternehmen geliefert werden können”. Europa könne jedoch auch davon profitieren, klimabedingte Produktionslücken beispielsweise in China durch Exporte von Waren nach Asien zu schließen. „Damit ist die europäische Wirtschaft derzeit besser für die Zukunft gerüstet“, resümiert Willner.

Bundesverkehrsminister fordert technisch machbare CO2-Grenzwerte für LKW

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) äußerte sich auf einer Gala kritisch zu den hohen CO2-Grenzwerten für LKW und kritisierte in diesem Zusammenhang das Europäische Parlament scharf. „Ich will keine politisch-ideologischen Grenzwerte, sondern technisch machbare“, so der Minister. Die Nutzfahrzeug-Industrie bezeichnete die politischen Vorgaben zuletzt als viel zu ambitioniert und nicht umsetzbar. Auch auf weitere wichtige Themen wie das Mobility Package der EU oder den Fahrermangel ging Scheuer auf der Gala ein:

Quelle: Verkehrsrundschau

LKW-Kunden fordern zügige Markteinführung emissionsfreier Trucks

Mehrere Logistik- und Handelskonzerne fordern eine zügige Markteinführung von Lastwagen mit alternativen Antrieben in den europäischen Markt. Weil ihnen die Bemühungen der LKW-Hersteller nicht ausreichen, haben sechs Konzerne nun an EU-Politiker geschrieben. Bereits im vergangenen Mai hatten 41 führende Handelsunternehmen die EU-Kommission dazu aufgerufen, ambitionierte CO2-Grenzwerte für LKW festzulegen:

Quelle: Eurotransport

Mainz: E-Müllwagen auf Altpapier-Sammeltour

Um Erfahrungen in der Praxis zu sammeln, war in der Mainzer Neustadt probehalber ein E-Müllwagen unterwegs. Laut der Mainzer Umwelt- und Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) wird nach der Auswertung des Tests entschieden, ob ein E-Müllwagen gekauft wird. Auch die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) erprobt das Modell. Man erhofft sich, dass der E-Müllwagen deutlich leiser und ruckelfreier der Arbeit nachgeht:

Quelle: T-Online

Kiel: Neuartiges Luftreinigungsgerät zur Bekämpfung von Diesel-Abgase aufgestellt

In Kiel ist der erste Prototyp eines neuartigen Luftreinigungsgerätes zur Bekämpfung von Diesel-Abgasen aufgestellt worden. Gut eine Woche wird das mobile Gerät, das Luft ansaugt und gereinigt wieder ausstößt, dort zunächst platziert sein. Der Hersteller geht davon aus, mit sechs Geräten die Stickoxidbelastung am Teststandort um etwa 10 Prozent reduzieren zu können:

Quelle: KN-online

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