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Logistik im Chaos-Winter 2020/2021

Unterstützt bald der ÖPNV bei der Auslieferung?

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Die Paketbranche boomt. Im vergangenen Weihnachtsgeschäft stellten Deutschlands Logistiker so viele Sendungen zu wie nie zuvor. Mal wieder… Erschwerend kamen für die KEP-Dienste die verlängerten und strengeren Lockdown-Regeln sowie das Chaos rund um die Corona-Mutation in UK hinzu.

„Der Online-Handel boomt und der Bedarf am Transport von Paketen und Waren wächst“, erneuerte Bundesverkehrsminister Scheuer außerdem. Um diesem Trend zu begegnen, seien originelle Verkehrskonzepte nötig. Dazu zähle u.a. auch der Gütertransport im Öffentlichen Personennahverkehr.

Die Pamyra.de-Redaktion meldet sich aus der Winterpause zurück. Wir hoffen, dass Sie ein paar erholsame Tage hatten und positiv in das neue Jahr gestartet sind. Für 2021 wünschen wir Ihnen alles Gute! Ein herausforderndes Jahr 2020 liegt nun hinter uns. Das ganze Jahr war eine riesengroße logistische Aufgabe. Besonders die Tage um Weihnachten, die in der Branche generell eh turbulent sind – und in diesem Jahr nochmal viel mehr. Das Volumen an Paketsendungen verzeichnete im Weihnachtsgeschäft 2020 abermals neue Rekordzahlen. Hinzu kamen die verlängerten und strengeren Lockdown-Regeln und allen voran das Chaos rund um die im Vereinigten Königreich aufgetauchte Corona-Mutation, das die Schlagzeilen zwischen den Jahren beherrscht. Zumindest hat der jetzt kurz vor knapp geregelte Brexit zu Jahresbeginn keine größeren Schwierigkeiten im Güterverkehr von EU und UK verursacht. 

Kurz vor dem Weihnachtsfest und in etwa zwei Wochen vor Brexit hatten einige europäische Länder ihre Verkehrsverbindungen nach Großbritannien und Irland eingeschränkt bzw. auch die Grenzen zum Vereinigten Königreich gesperrt. Von der französischen Regierung wurden Eurotunnel und Fährhäfen wegen der Corona-Mutation geschlossen, welche im Vereinigten Königreich diagnostiziert wurde. Somit konnten auch LKW nicht mehr über den Ärmelkanal setzen. Davon betroffen war auch der Paketversand. Etliche Paketdienste schickten keine Pakete mehr nach Großbritannien wie Irland. Auch die Paketdienste in Deutschland nahmen aufgrund der unterbrochenen Verkehrswege keine Sendungen mehr an. Bereits eingelieferte Sendungen – von Privat- und Geschäftskunden – wurden retourniert. Auf der DHL-Website hieß es: „Aus diesem Grund sind wir leider gezwungen, ab sofort bis auf Weiteres einen vollständigen Einlieferstopp für den Versand von DHL Paket International-, DHL Paket Connect-, DHL Europaket und Warenpost-International-Sendungen nach Großbritannien und Irland umzusetzen.“ Auch andere Paketdienste wie Hermes, GLS und DPD hatten den Transport eingestellt. Briefe als auch Postkarten waren von den Maßnahmen nicht betroffen. 

Trotz dem Stopp in Großbritannien und Irland waren die Lieferfahrzeuge von DHL und Co. in 2020 – und dabei allen voran in den Tagen vor Weihnachten im Dauereinsatz. Im neuen Jahr könnten öffentliche Verkehrsmittel bei der Bewältigung der steigenden Paketmengen helfen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer forderte erneut, öffentliche Nahverkehrsmittel für den Lieferverkehr zu nutzen. Scheuer zufolge müsse dem vermehrten Bestell- und erhöhten Liefer-Aufkommen deutlicher Beachtung geschenkt werden. Zur Entlastung größerer Städte schlägt er den Einsatz des ÖPNVs für den Transport von Gütern vor. Laut seinem Konzept sollen Tram- sowie U-Bahnen nach Betriebsschluss zu speziellen Mikro-Hub-Depots fahren, wo sie Pakete aufladen und am nächsten Tag an die Kunden ausliefern können. Dafür sollen die U-Bahnen entsprechend gerüstet werden, um die Lieferfahrzeug-Funktionen zu erfüllen. 

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erklärt sich offen gegenüber kreativen und innovativen Mobilitätskonzepte. Für den Klimaschutz sind Verlagerungen von der Straße auf die Schiene nötig, meint Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Dachverbands Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Er wünscht sich dabei jedoch, „dass die normalen betrieblichen Abläufe nicht gestört werden“. Viele deutsche Verkehrsbetriebe wie u.a. auch die Berliner Verkehrsgesellschaft BVG, sahen sich zu Anfang 2020 noch nicht bereit, solche Konzepte umzusetzen, da dafür notwendige Kapazitäten für Lagerung sowie Abholstationen fehlen würden. Scheuers Ministerium hatte dafür ein Förderprogramm gestartet, aus dem bis 2021 rund 11 Mio. Euro fließen sollen. In diesem Jahr sollen Kommunen und Landkreise ihre Projekte vorstellen und erörtern, wie mit vorhandenen Verkehrssystemen ein Warentransport stattfinden könne. Als Vorteile für den ÖPNV-Einsatz werden die positiven Auswirkungen auf Klima und Umwelt angeführt – auch wenn die Auslieferung von Paketen dadurch teurer wird. 

4. Förderaufruf für stadt- und umweltverträglichere Lieferverkehre gestartet
Letzten Montag startete der neue Förderaufruf für „Städtische Logistik“. Bis zum 31. August 2021 können Kommunen und Landkreise Förderanträge zu städtischen Logistikkonzepten, Machbarkeitsstudien oder auch zum Errichten von Mikro-Depots einreichen. Das Programm startete bereits im Juli 2019. Antragsberechtigt sind Kommunen sowie Landkreise. Ziel des Förderprogramms ist es laut dem BMVI, die durch städtische Lieferverkehre verursachten Luftschadstoffemissionen (NOx), Treibhausgasemissionen (CO2), Feinstaubemissionen (PM) sowie Lärmemissionen zu reduzieren und den Verkehrsfluss zu verbessern. Der Fördersatz beträgt laut der Ausschreibung bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Eine Erhöhung auf bis zu 80 Prozent könne gewährt werden, wenn es sich bei dem Antragsteller um eine Kommune mit geringer Finanzkraft handelt. Die Ausschreibungsbedingungen sind hier zu finden. Eine Förderlandkarte hat das Ministerium auf seiner Webseite veröffentlicht.

HelloFresh: Lieferschwierigkeiten aufgrund stark gestiegener Zahl der Neukunden Das Kochbox-Startup HelloFresh hatte zu Weihnachten Lieferschwierigkeiten und bat seine Kunden deswegen um Stornierungen. HelloFresh hat ein Jahr mit starkem Wachstum hinter sich. Der Umsatz des Unternehmens hatte sich 2020 laut Berichten verdoppelt. Das Berliner Unternehmen, welches an seine Kunden fertig gepackte Kochboxen mit Zutaten schickt, die die Käufer dann selbst zubereiten, gehört wohl zu den Gewinnern der Krise. Der unerwartet große Erfolg hatte dem Unternehmen nun paradoxerweise Probleme bereitet. Aufgrund der stark gestiegenen Zahl an Neukunden und diversen Problemen mit Lieferdiensten, stieß das Unternehmen in der Vorweihnachtszeit an seine Grenzen und belohnte Kunden, welche ihre Bestellung wieder storniert haben. „Wir hinterlegen Dir als Dankeschön zehn Euro in Deinem Kundenkonto, wenn Du Dich dazu entscheidest unser Team zu unterstützen und Deine Bestellung zu pausieren“, hieß es. Mit Blick auf die Zeit nach der Krise, stellt sich die Frage, inwieweit das starke Wachstum des Aktienkurses in 2020 (der Aktienkurs hatte sich in 2020 nahezu verdreifacht) tatsächlich gerechtfertigt war und wie nachhaltig dieses Wachstum ist. https://www.businessinsider.de/wirtschaft/kochbox-

Die Paketbranche boomt. Im vergangenen Weihnachtsgeschäft stellten Deutschlands Logistiker so viele Sendungen zu wie nie zuvor. Mal wieder… Erschwerend kamen für die KEP-Dienste die verlängerten und strengeren Lockdown-Regeln sowie das Chaos rund um die Corona-Mutation in UK hinzu. „Der Online-Handel boomt und der Bedarf am Transport von Paketen und Waren wächst“, erneuerte Bundesverkehrsminister Scheuer außerdem. Um diesem Trend zu begegnen, seien originelle Verkehrskonzepte nötig. Dazu zähle u.a. auch der Gütertransport im Öffentlichen Personennahverkehr: 

Die Pamyra.de-Redaktion meldet sich aus der Winterpause zurück. Wir hoffen, dass Sie ein paar erholsame Tage hatten und positiv in das neue Jahr gestartet sind. Für 2021 wünschen wir Ihnen alles Gute! Ein herausforderndes Jahr 2020 liegt nun hinter uns. Das ganze Jahr war eine riesengroße logistische Aufgabe. Besonders die Tage um Weihnachten, die in der Branche generell eh turbulent sind – und in diesem Jahr nochmal viel mehr. Das Volumen an Paketsendungen verzeichnete im Weihnachtsgeschäft 2020 abermals neue Rekordzahlen. Hinzu kamen die verlängerten und strengeren Lockdown-Regeln und allen voran das Chaos rund um die im Vereinigten Königreich aufgetauchte Corona-Mutation, das die Schlagzeilen zwischen den Jahren beherrscht. Zumindest hat der jetzt kurz vor knapp geregelte Brexit zu Jahresbeginn keine größeren Schwierigkeiten im Güterverkehr von EU und UK verursacht. 

Kurz vor dem Weihnachtsfest und in etwa zwei Wochen vor Brexit hatten einige europäische Länder ihre Verkehrsverbindungen nach Großbritannien und Irland eingeschränkt bzw. auch die Grenzen zum Vereinigten Königreich gesperrt. Von der französischen Regierung wurden Eurotunnel und Fährhäfen wegen der Corona-Mutation geschlossen, welche im Vereinigten Königreich diagnostiziert wurde. Somit konnten auch LKW nicht mehr über den Ärmelkanal setzen. Davon betroffen war auch der Paketversand. Etliche Paketdienste schickten keine Pakete mehr nach Großbritannien wie Irland. Auch die Paketdienste in Deutschland nahmen aufgrund der unterbrochenen Verkehrswege keine Sendungen mehr an. Bereits eingelieferte Sendungen – von Privat- und Geschäftskunden – wurden retourniert. Auf der DHL-Website hieß es: „Aus diesem Grund sind wir leider gezwungen, ab sofort bis auf Weiteres einen vollständigen Einlieferstopp für den Versand von DHL Paket International-, DHL Paket Connect-, DHL Europaket und Warenpost-International-Sendungen nach Großbritannien und Irland umzusetzen.“ Auch andere Paketdienste wie Hermes, GLS und DPD hatten den Transport eingestellt. Briefe als auch Postkarten waren von den Maßnahmen nicht betroffen. 

Trotz dem Stopp in Großbritannien und Irland waren die Lieferfahrzeuge von DHL und Co. in 2020 – und dabei allen voran in den Tagen vor Weihnachten im Dauereinsatz. Im neuen Jahr könnten öffentliche Verkehrsmittel bei der Bewältigung der steigenden Paketmengen helfen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer forderte erneut, öffentliche Nahverkehrsmittel für den Lieferverkehr zu nutzen. Scheuer zufolge müsse dem vermehrten Bestell- und erhöhten Liefer-Aufkommen deutlicher Beachtung geschenkt werden. Zur Entlastung größerer Städte schlägt er den Einsatz des ÖPNVs für den Transport von Gütern vor. Laut seinem Konzept sollen Tram- sowie U-Bahnen nach Betriebsschluss zu speziellen Mikro-Hub-Depots fahren, wo sie Pakete aufladen und am nächsten Tag an die Kunden ausliefern können. Dafür sollen die U-Bahnen entsprechend gerüstet werden, um die Lieferfahrzeug-Funktionen zu erfüllen. 

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erklärt sich offen gegenüber kreativen und innovativen Mobilitätskonzepte. Für den Klimaschutz sind Verlagerungen von der Straße auf die Schiene nötig, meint Oliver Wolff, Hauptgeschäftsführer des Dachverbands Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Er wünscht sich dabei jedoch, „dass die normalen betrieblichen Abläufe nicht gestört werden“. Viele deutsche Verkehrsbetriebe wie u.a. auch die Berliner Verkehrsgesellschaft BVG, sahen sich zu Anfang 2020 noch nicht bereit, solche Konzepte umzusetzen, da dafür notwendige Kapazitäten für Lagerung sowie Abholstationen fehlen würden. Scheuers Ministerium hatte dafür ein Förderprogramm gestartet, aus dem bis 2021 rund 11 Mio. Euro fließen sollen. In diesem Jahr sollen Kommunen und Landkreise ihre Projekte vorstellen und erörtern, wie mit vorhandenen Verkehrssystemen ein Warentransport stattfinden könne. Als Vorteile für den ÖPNV-Einsatz werden die positiven Auswirkungen auf Klima und Umwelt angeführt – auch wenn die Auslieferung von Paketen dadurch teurer wird. 

4. Förderaufruf für stadt- und umweltverträglichere Lieferverkehre gestartet

Letzten Montag startete der neue Förderaufruf für „Städtische Logistik“. Bis zum 31. August 2021 können Kommunen und Landkreise Förderanträge zu städtischen Logistikkonzepten, Machbarkeitsstudien oder auch zum Errichten von Mikro-Depots einreichen. Das Programm startete bereits im Juli 2019. Antragsberechtigt sind Kommunen sowie Landkreise. Ziel des Förderprogramms ist es laut dem BMVI, die durch städtische Lieferverkehre verursachten Luftschadstoffemissionen (NOx), Treibhausgasemissionen (CO2), Feinstaubemissionen (PM) sowie Lärmemissionen zu reduzieren und den Verkehrsfluss zu verbessern. Der Fördersatz beträgt laut der Ausschreibung bis zu 70 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Eine Erhöhung auf bis zu 80 Prozent könne gewährt werden, wenn es sich bei dem Antragsteller um eine Kommune mit geringer Finanzkraft handelt. Die Ausschreibungsbedingungen sind hier zu finden. Eine Förderlandkarte hat das Ministerium auf seiner Webseite veröffentlicht.

HelloFresh: Lieferschwierigkeiten aufgrund stark gestiegener Zahl der Neukunden

Das Kochbox-Startup HelloFresh hatte zu Weihnachten Lieferschwierigkeiten und bat seine Kunden deswegen um Stornierungen. HelloFresh hat ein Jahr mit starkem Wachstum hinter sich. Der Umsatz des Unternehmens hatte sich 2020 laut Berichten verdoppelt. Das Berliner Unternehmen, welches an seine Kunden fertig gepackte Kochboxen mit Zutaten schickt, die die Käufer dann selbst zubereiten, gehört wohl zu den Gewinnern der Krise. Der unerwartet große Erfolg hatte dem Unternehmen nun paradoxerweise Probleme bereitet. Aufgrund der stark gestiegenen Zahl an Neukunden und diversen Problemen mit Lieferdiensten, stieß das Unternehmen in der Vorweihnachtszeit an seine Grenzen und belohnte Kunden, welche ihre Bestellung wieder storniert haben. „Wir hinterlegen Dir als Dankeschön zehn Euro in Deinem Kundenkonto, wenn Du Dich dazu entscheidest unser Team zu unterstützen und Deine Bestellung zu pausieren“, hieß es. Mit Blick auf die Zeit nach der Krise, stellt sich die Frage, inwieweit das starke Wachstum des Aktienkurses in 2020 (der Aktienkurs hatte sich in 2020 nahezu verdreifacht) tatsächlich gerechtfertigt war und wie nachhaltig dieses Wachstum ist. https://www.businessinsider.de/wirtschaft/kochbox-startup-hellofresh-hat-lieferschwierigkeiten-zu-weihnachten-und-bittet-kunden-deshalb-um-stornierungen/

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