Weihnachten, (keine) Zeit für Besinnlichkeit

Logistikbranche wieder im Weihnachtswahnsinn

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Weihnachtsdeko, Glühwein, vorfreudig leuchtende Kinderaugen – während vielerorts bereits wieder Weihnachtsstimmung herrscht, droht der Logistik in der Adventszeit erneut der Paket-Kollaps. Weihnachten bedeutet für die KEP-Dienstleister vor allem – viel Stress, enorme Mehrbelastung und ein exorbitant hohes Sendungsaufkommen:

Ein paar Tage sind es zwar noch bis zum Fest, doch in der Logistikbranche ist Weihnachten schon längst wieder ein großes Thema. Die Paketbranche wappnet sich seit Wochen für das diesjährige Weihnachtsgeschäft. Neben Tausenden Saisonarbeitern werden auch viele neue Stammkräfte eingestellt. Damit alle Pakete rechtzeitig den Weg unter den Weihnachtsbaum finden, müssen die KEP-Dienstleister in der Adventszeit einen hohen Mehraufwand betreiben und enorme Sendungsmengen bewältigen. Die Deutsche Post DHL Group erwartet rund sechs bis acht Prozent mehr Pakete und liefert in etwa doppelt so viele Sendungen aus, wie durchschnittlich im ganzen Jahr. GLS und UPS liefern rund 50 Prozent mehr Pakete aus, als sonst. Viele KEP-Dienstleister haben deshalb auch für dieses Jahr Zuschläge für Sendungen verkündet, welche sie von den gewerblichen Versendern in der Weihnachtszeit einverlangen.

Der weihnachtliche Paketberg resultiert vor allem aus den steigenden Online-Bestellungen, welche die Zahlen in Deutschland auf einen Höchststand treiben. Der Paket-Boom lässt nicht nach. Schon gar nicht zur Weihnachtszeit. In den letzten beiden Monaten des Jahres liegen die Umsätze um etwa 15 Prozent, in manchen Branchen sogar bis zu 100 Prozent über dem Durchschnitt der anderen Monate des Jahres. Der Online-Handel erzielt gut ein Viertel seines Jahresumsatzes im November und Dezember. Während der Online-Handel boomt, schwitzt die Logistikbranche. Rund 690 Millionen Paketsendungen sollen während des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts unterwegs sein. Bereits im Sommer beginnen die Vorbereitungen auf die wichtigste Zeit des Jahres. Je größer das Zustell-Volumen in der Weihnachtszeit, desto wichtiger ist eine enge Abstimmung mit dem Handel schon im Vorfeld, insbesondere was die Mengenplanung und die notwendigen Kapazitäten in den Depots auf der letzten Meile angeht.

Die immer weiter wachsende Paketflut gerade zur Weihnachtszeit stellt die Paketdienste seit Jahren vor immense Probleme. Der Online-Handel gibt ein Tempo vor, dem die Logistik kaum folgen kann. Besonders im November und Dezember bekommen die Zusteller Engpässe. Mit bis zu elf Millionen Paketen am Tag rechnet die DPDHL an den arbeitsintensivsten Tagen vor dem Weihnachtsfest – mehr als doppelt so viele wie an normalen Tagen. Schon die Suche nach zusätzlichen Arbeitskräften erweist sich dabei als riesengroße Herausforderung. Doch ohne Zusatzpersonal geht es nicht. Um die hohen Zustell-Mengen zu bewältigen, stellen viele Paketdienste in großem Maße Aushilfen ein. So will die DPDHL rund 10.000 Aushilfen für die Weihnachtszeit einstellen. Bei Hermes will man mehr als 6.000 temporäre Mitarbeiter neu beschäftigen (200 mehr als im Vorjahr). Bei GLS ist die Besetzung von 3.000 Stellen geplant (500 mehr als in 2017), bei DPD sind es 4.000. UPS gab an, dass weltweit insgesamt 100.000 Saisonkräfte für das Weihnachtsgeschäft rekrutiert werden sollen. Bei Amazon gibt es keinen Mehrbedarf an Arbeitskräften, im Gegenteil: „Wir benötigen weniger Saisonkräfte als im Vorjahr, weil wir mehr dauerhaft Beschäftigte haben“, wird ein Amazon-Sprecher zitiert.

Weil in den Weihnachtswochen die Zahl an Zustellungen so exorbitant hoch ist, verlangen viele deutsche Paketdienste einen Weihnachtszuschlag von Online-Händlern und anderen gewerblichen Versendern. Höhere Nachfrage, zusätzliche Arbeitskräfte, höhere Preise – nur logisch. DPD verlangt von seinen Geschäftskunden rund 75 Cent mehr für das Paket. UPS verteuert im Weihnachtsgeschäft insbesondere Pakete, die besonders groß oder schwer sind. Auch Hermes erhebt bis Jahresende einen so genannten „Peak-Zuschlag“, welcher ebenso für Retouren gilt. Auf Zuschläge verzichten will hingegen die Deutsche Post DHL. Die Post hat die Preise in diesem Jahr generell schon deutlich angehoben, meint Vorstandschef Frank Appe. „Und wir werden das auch weiter für die Geschäftskunden tun. Wir glauben aber nicht, dass wir deswegen eine besondere Zulage fürs Weihnachtsgeschäft erheben sollten.“

„In Anbetracht der weiterhin wachsenden Paketmengen in Kombination mit dem steigenden Personalbedarf auf einem nahezu leergefegten Arbeitsmarkt ist das Weihnachtsgeschäft für die gesamte Logistikbranche jedes Jahr eine Herausforderung. Allein in Deutschland werden wir 2019 an Spitzentagen etwa 2,3 Millionen Sendungen zustellen“, sagt Marco Schlüter, Chief Operations Officer von Hermes Germany. „Fortlaufende Investitionen in Digitalisierung, die Letzte Meile, neue Standorte und Technik sind deshalb essentiell“, so Marco Schlüter weiter.

Pamyra.de und DVZ: Weihnachtspeak spiegelt sich auch in Stückgut-Preisindex wider

Im Rahmen des DLK 2019 haben Pamyra.de und die DVZ ihren gemeinsamen Preisindex für Stückgut bekanntgegeben. Die Basis des Index sind Transportaufträge, die über Pamyra.de gebucht werden. Dabei geht es speziell um flexible Spotladung vorwiegend von sogenannten „D“-Kunden, die nur unregelmäßig Stückgut zu transportieren haben. Auf der Buchungs- und Vergleichsplattform Pamyra.de bieten mittlerweile über 50 Stückgutspeditionen ihre Leistung an. Insgesamt sind inzwischen über 200 Speditionen auf der Plattform aktiv. Für den Index wird nur palettiertes Stückgut berücksichtigt. Als Obergrenze wurden 6 Palettenstellplätze definiert und als Mindesttransportentfernung 100 km festgelegt. Lediglich innerdeutsche Transporte fließen ein. Der Index wird auf Basis Euro/100 km/100 kg berechnet. Er bildet sich aus im betreffenden Monat berücksichtigten Transportabschlüssen. Während der Wert im Oktober 2018 noch bei 8,48 Euro lag, stieg er in der Adventszeit 2018 auf bis zu 9,25 Euro an – um danach dann erstmal wieder in Richtung des Oktober-Wertes zurückzufallen:
https://www.dvz.de/rubriken/logistik/detail/news/neuer-preisindex-fuer-stueckgut.html

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